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Geheimnisvolles Alsenviertel am Bundeskanzleramt

Helmut Zschocke

Der Ort des Bundeskanzleramts und die daneben liegende Grünfläche des Spreebogens verbergen ein Geheimnis. Sie bildeten das noble Alsenviertel. Dessen letzter steinerner Zeuge ist die Schweizer Botschaft. Viele prominente Persönlichkeiten haben hier gewohnt und gewirkt: Minister, Generäle, hohe Beamte, ausländische Botschafter, Großgrundbesitzer, Unternehmer, Ärzte und Künstler. Hier befanden sich außerdem der kaiserliche Generalstab und das NS-Innenministerium. Die Namen der Bewohner finden sich im Berliner Adressbuch. Aber erst zusätzliche Quellen erhellen die bemerkenswerten, teilweise unbekannten wechselhaften Schicksale so mancher Prominenter. Unter der NS-Herrschaft schlägt die Stunde des Alsenviertels – bereits im Frieden!

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7 Botschaften und Diplomaten

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Um die Wende zum 20. Jahrhundert ändern sich im Alsenviertel die Strukturen, sowohl bei den Hausbesitzern als auch bei den Mietern. Beide Gruppen setzen sich um 1880 – natürlich mit Ausnahme des Generalstabs – noch fast durchweg aus Privatpersonen zusammen. Im Verlauf der folgenden vierzig Jahre ändert sich das Bild total. Verbände und andere Interessenvertretungen siedeln sich an. Alles drängt in die Reichshauptstadt; dabei ist ein Sitz in der Nähe wichtiger Regierungsstellen Preußens und Deutschlands besonders gefragt.

Alsenstraße 11. 1935

Zum Neubau fehlt der Platz, oft auch die finanzielle Kraft. Ehemaliger Privathäuser werden daher zu Verwaltungssitzen umfunktioniert, oder einzelne ← 177 | 178 → Etagen bzw. Wohnungen verwandeln sich in Arbeitsplätze für Dienstleistungen verschiedenster Art.

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