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Geheimnisvolles Alsenviertel am Bundeskanzleramt

Helmut Zschocke

Der Ort des Bundeskanzleramts und die daneben liegende Grünfläche des Spreebogens verbergen ein Geheimnis. Sie bildeten das noble Alsenviertel. Dessen letzter steinerner Zeuge ist die Schweizer Botschaft. Viele prominente Persönlichkeiten haben hier gewohnt und gewirkt: Minister, Generäle, hohe Beamte, ausländische Botschafter, Großgrundbesitzer, Unternehmer, Ärzte und Künstler. Hier befanden sich außerdem der kaiserliche Generalstab und das NS-Innenministerium. Die Namen der Bewohner finden sich im Berliner Adressbuch. Aber erst zusätzliche Quellen erhellen die bemerkenswerten, teilweise unbekannten wechselhaften Schicksale so mancher Prominenter. Unter der NS-Herrschaft schlägt die Stunde des Alsenviertels – bereits im Frieden!

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Vorwort

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Ohne die zahlreichen Berlinbesucher, die ihn täglich bevölkern, wäre der größte zugleich der langweiligste Platz der Hauptstadt. Die Rede ist von der unbebauten und weitgehend baumlosen Fläche zwischen Reichstag und Bundeskanzleramt, zwischen Sowjetischem Ehrenmal und Spreebogen.

Der Strom der Touristen verteilt sich indes sehr ungleichmäßig. Er konzentriert sich vor dem Reichstagsgebäude, das besichtigt werden kann. Viele Besucher interessieren sich auch für das schräg gegenüberliegende Bundeskanzleramt mit seiner umstrittenen, jedenfalls interessanten Architektur.

Wenig Beachtung findet hingegen das Gebäude daneben, die Schweizerische Botschaft. Aber gerade dieses Haus birgt ein Geheimnis! Es ist der letzte steinerne Zeuge eines noblen Berliner Quartiers, genannt Alsenviertel, das sich hier im Spreebogen erstreckte. Dem Botschaftsgebäude und dem Rasen dahinter kann man das Auf und Ab nicht ansehen, das dieses Areal in der Geschichte durchlebt hat – von tödlicher Starre bis zu höchster Belebung, und das in mehrfacher Abfolge!

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