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Deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur während der Zwischenkriegszeit und im Exil

Schwerpunkt Österreich

Edited By Susanne Blumesberger and Jörg Thunecke

Der Sammelband enthält Texte von internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die sich mit deutschsprachiger, vor allem österreichischer Kinder- und Jugendliteratur im Zeitraum von 1918 bis 1945 befassen. Kinder- und Jugendliteratur erfüllt nicht nur unterschiedliche pädagogische Funktionen; es lassen sich auch divergente gesellschaftspolitische Strömungen ausmachen: Waren in den 1920er Jahren in Österreich starke aufklärerische Tendenzen zu beobachten, wurden diese im austrofaschistischen »Ständestaat« und unter dem Nationalsozialismus durch fremdenfeindliche, nationalistische Tendenzen zurückgedrängt oder auch verboten. Die Autorinnen und Autoren diskutieren in der Zwischenkriegszeit erschienene sowie im Exil entstandene Kinder- und Jugendliteratur. Dabei stehen vor allem die Produktionsbedingungen, die jeweiligen thematischen Schwerpunkte, die Illustrationen sowie die Verbreitung und Rezeption dieser Literatur im Vordergrund.

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„Das weiß ich jetzt: wir müssen uns das Märchenland erst erschaffen.“ Der Diskurs des „neuen Menschen“ in der proletarischen Kinder- und Jugendliteratur der Ersten Republik (Kerstin Gittinger)

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Kerstin Gittinger

„Das weiß ich jetzt: wir müssen uns das Märchenland erst erschaffen.“1 Der Diskurs des „neuen Menschen“ in der proletarischen Kinder- und Jugendliteratur der Ersten Republik2

Abstract: Central to this contribution is the influence of the Socialist educational discourse on proletarian youth and children’s literature in Austria’s first republic during the period November 1918 till February 1934. Subject of the analysis are the works of six authors closely associated with the so-called ‚Red Vienna‘. The main aim of these texts is to demonstrate to what extent Socialist education helped to create a ‚new individual‘. In this context such ‚new individuals‘ are portrayed as human beings who are able to think clearly and critically, living without moral restrictions and acting in solidarity with fellow humans.

„Neue Menschen! – Das also ist das eigentliche Ziel einer revolutionären Erziehung.“3 Kurz und bündig benennt der Philosoph und Politiker, Max Adler, der zugleich als einer der wichtigsten Theoretiker des Austromarxismus gelten muss, hier das Hauptziel aller sozialistischen Erziehungsbemühungen innerhalb der Arbeiterbewegung der Ersten Republik. ← 33 | 34 →

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