Show Less
Restricted access

Das zeitgenössische Bilderbuch

Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung

Series:

Eva-Maria Dichtl

Die Studie widmet sich der Bedeutung von (angehenden) Fachkräften für kindliche Rezeptionsprozesse im institutionalisierten Kontext der Elementar- und Kindheitspädagogik. Dabei wertet die Autorin das unterschätzte Medium Bilderbuch auf, dessen verengte Wahrnehmung oftmals den didaktischen Mehrwert auch auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte übersieht. Auf wissenschaftlicher Ebene fokussiert die Studie eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Rolle von Fachkräften im kindlichen Rezeptionsprozess von Bilderbüchern. Mithilfe von Daten- und Methodentriangulation wirft die Autorin einen mehrperspektivischen Blick auf stabile Seh- und Rezeptionsgewohnheiten und damit verbundene handlungswirksame Theorien von Erwachsenen über den Gegenstand und dessen Vermittlung im institutionellen Kontext. Den praktischen Ertrag bildet die Konzeption von Modulen zur wissenschaftlichen Weiterbildung und in der akademischen Ausbildung.

Show Summary Details
Restricted access

2 Bild und Bilderbuch in Kunstwissenschaft und Kunstdidaktik

Extract

2 Bild und Bilderbuch in Kunstwissenschaft und Kunstdidaktik

Mit der kunstdidaktischen Diskussion um Bildkompetenz, visual literacy bzw. Bildliteralität rückt das Bild an der Schnittstelle zwischen Bild- und Textsprache im Bilderbuch in den Fokus zahlreicher Forschungsvorhaben, denen sich das nachfolgende Kapitel widmet.

Analog zum ersten Kapitel wird das Bilderbuch als kunstästhetischer und kunstdidaktischer Gegenstand betrachtet, bevor sich aktuelle Forschungsergebnisse zur kindlichen Bildrezeption und kindlichen Bildinteressen anschließen. Die Betrachtung der Rolle von Bildvermittlern schließt das Kapitel ab.

2.1 Das Bilderbuch als kunstästhetischer Gegenstand

In Analogie zum Begriff „linguistic turn“ prägt die Rückkehr der Bilder durch den Medienwandel und damit der Versuch einer Wissenschaft vom Bilde den Begriff der „ikonischen Wende“, des „iconic turns“ (vgl. Boehm, 19942 a, S. 13). Während es Boehm im deutschsprachigen Raum grundsätzlich darum geht, das Sinnstiftende des Bildes mit der Leitfrage „Was ist das Bild?“ zu erörtern, betonen Begriffe wie „pictorial turn“ im anglo-amerikanischem Raum die Interdisziplinarität der Cultural Studies, indem sie das politische und gesellschaftliche Wirken des Visuellen untersuchen (vgl. Stiegler, 2008, o. S.). In den letzten Jahren haben sich weitere wissenschaftliche Ausrichtungen etabliert, die sich mit dem Bild als solchem zentral und interdisziplinär beschäftigen27. Alle Ausrichtungen verbindet eine Bildwissenschaft, die „das Bild“ theoretisch und in Abhängigkeit von der interdisziplinären Ausrichtung in den Fokus setzt.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.