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Das zeitgenössische Bilderbuch

Didaktische Chance und Herausforderung in der elementarpädagogischen Ausbildung

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Eva-Maria Dichtl

Die Studie widmet sich der Bedeutung von (angehenden) Fachkräften für kindliche Rezeptionsprozesse im institutionalisierten Kontext der Elementar- und Kindheitspädagogik. Dabei wertet die Autorin das unterschätzte Medium Bilderbuch auf, dessen verengte Wahrnehmung oftmals den didaktischen Mehrwert auch auf Seiten der pädagogischen Fachkräfte übersieht. Auf wissenschaftlicher Ebene fokussiert die Studie eine empirisch fundierte Theoriebildung zur Rolle von Fachkräften im kindlichen Rezeptionsprozess von Bilderbüchern. Mithilfe von Daten- und Methodentriangulation wirft die Autorin einen mehrperspektivischen Blick auf stabile Seh- und Rezeptionsgewohnheiten und damit verbundene handlungswirksame Theorien von Erwachsenen über den Gegenstand und dessen Vermittlung im institutionellen Kontext. Den praktischen Ertrag bildet die Konzeption von Modulen zur wissenschaftlichen Weiterbildung und in der akademischen Ausbildung.

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Teil A: Forschungsfokus und theoretische Bezugspunkte

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Die Grundlegungen des Forschungsvorhabens beschäftigen sich mit essentiellen Diskurslinien zum Bilderbuch. Dabei beansprucht der erste Teil der Dissertation nicht, eine umfassende Abhandlung hierzu zu sein, sondern den Gegenstand aus unterschiedlichen, sich mitunter überschneidenden und für die Arbeit relevanten Perspektiven zu betrachten. Demzufolge können nicht alle Bezugswissenschaften, die sich derzeit mit dem Phänomen Bilderbuch beschäftigen, berücksichtigt werden.6 Da sich der Gegenstand zumeist aus der Symbiose von Text und Bild konstituiert, werden zentrale Wissenschaften und Didaktiken aus Kunst und Literatur berücksichtigt und zu den nachstehenden Fragestellungen die Forschungsstände vorgestellt:

– Welche Chancen literarischen und bildlichen Lernens bergen ästhetisch komplexe Bilderbücher aus der Perspektive der aktuellen Literatur- und Kunstdidaktik sowie angrenzenden Bezugswissenschaften?

– Wie können (angehende) Pädgoginnen hinsichtlich literarischen und bildlichen Lernens mit ästhetisch komplexen Bilderbüchern professionalisiert werden? Welche Möglichkeiten bieten ästhetische Verfahren in Professionalisierungskontexten? ←17 | 18→ ←18 | 19→

6 Umfassende Perspektiven auf den Gegenstand aus der Linguistik, der Sozialforschung, der Entwicklungspsychologie sowie der Hirnforschung bleiben unberücksichtigt, obwohl sich in den interdisziplinären Perspektiven teilweise Verzahnungen ergeben. Die Bedeutung des Gegenstandes für die sprachliche Entwicklung wurde mehrfach belegt: So korrelieren beispielsweise Dauer, Häufigkeit und Interaktivität von Bilderbuchrezeptionen mit dem kindlichen Wortschatzerwerb (vgl. Koerber, 2007, S. 40). In der vorliegenden Arbeit werden diese Forschungsperspektiven aufgrund der Fokussierung auf bildliche und literarische Lernprozesse nicht thematisiert.

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