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Theater als Dispositiv

Dysfunktion, Fiktion und Wissen in der Ordnung der Aufführung

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Edited By Lorenz Aggermann, Georg Döcker and Gerald Siegmund

Die Normen, Strategien und Regierungsformen des Theaters genauso kenntlich zu machen wie sein Ereignis, seinen Überschuss oder sein Scheitern – das ist die Herausforderung, die sich mit Michel Foucaults Dispositiv-Konzept für jede Betrachtung des Theaters stellt. Der Band «Theater als Dispositiv» versammelt Beiträge aus Philosophie, Soziologie, Theologie, Medien-, Film- und Theaterwissenschaft, die alle auf Foucault antworten, indem sie je unterschiedlich die Ordnung der Aufführung in ihrer historischen Dynamik, vor allem aber im Hinblick auf Dysfunktion, Fiktion und Wissen skizzieren. Das antike, das moderne und das zeitgenössische Theater finden darin ebenso ihren Auftritt wie die Illusion oder die Szenographie, Kleist und Kubrick, die Figur des Harlekins oder das Theater der Theorie.

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Der radikale Einsatz (in) der zeitgenössischen Performance. Das Dispositiv der De-Subjektivierung (Bojana Kunst)

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Bojana Kunst

Der radikale Einsatz (in) der zeitgenössischen Performance. Das Dispositiv der De-Subjektivierung

Abstract: This chapter uses the notion of ‚radical consumption‘ to describe the dispositif of these subjectivating practices that with the advent of the avant-garde are often used in performance art. Since its mechanisms and techniques of confession, excess or permanent enjoyment have in the meantime also become crucial parameters of the contemporary economical and political regime, radical consumption in the arts has turned into a productive element of the socio-economical order. This state of affairs begs the question which role performance may occupy today, which techniques and strategies performance may use to work against the economical regime.

Der Ausgangspunkt dieses Textes ist die Frage nach dem radikalen Einsatz (radical consumption) in und von zeitgenössischer Performance.1 Diese bestimmt nicht nur den Körper und die Präsenz, Bühnenhandlungen und -möglichkeiten, sowie physische als auch geistige Kräfte und Affekte, sondern bewirkt darüber hinaus als intersubjektiver Effekt den stetigen Austausch von Performern und Zuschauern. In diesem Rahmen sollen auch die gegenwärtigen Reaktionen auf den permanenten Konsum als notwendigen ökonomischen Austausch sowie als erschöpfende Leidenschaft thematisiert werden. Bekanntermaßen steht die Frage nach dem radikalen Einsatz im Mittelpunkt der Aufführungspraxis im 20. Jahrhundert, insbesondere in Performance und body art. Sie treibt die darstellende Kunst über die konventionellen Grenzen von Repräsentation und Signifikation hinaus und macht die Performance so zu einem Ereignis,...

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