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Nonverbale Interaktion deutscher und marokkanischer Studierender

Fallstudien zur interkulturellen Kinesik

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Yassir El Jamouhi

Die Studie befasst sich mit der interkulturellen nonverbalen Interaktion zwischen deutschen und marokkanischen Studierenden. Hierfür untersucht der Autor authentische interkulturelle Interaktionssituationen mit Mitteln der linguistischen Gesprächs- und Interaktionsanalyse. Im Fokus der Analyse steht das Bewegungsverhalten (Kinesik) der Interaktanten. Unter funktionalen Gesichtspunkten betrachtet der Autor sowohl die interaktionsregulierende und beziehungsgestaltende Dimension des nonverbalen Verhaltens als auch dessen Verhältnis zu sprachlichen Äußerungen. Hierbei thematisiert er Multimodalität, Multifunktionalität, Polysemie und Kulturbedingtheit nonverbaler Verhaltensweisen und liefert erstmals systematische Ergebnisse zur interkulturellen deutsch-marokkanischen Kinesik.

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Vorwort

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Die vorliegende Studie stellt die leicht überarbeitete Fassung meiner Dissertation dar, die im Juni 2015 von der Philosophischen Fakultät der Georg-August-Universität Göttingen angenommen wurde. Die Motivation für diese Arbeit gründet auf meine Faszination für die besondere Ausdruckskraft des Bewegungsverhaltens in der zwischenmenschlichen Interaktion. Dass nonverbales Verhalten kulturbedingte Dimensionen aufweist, habe ich in diversen Interaktionssituationen mit Studierenden, Wissenschaftlern und Freunden aus unterschiedlichen Kulturkreisen erlebt. Dabei habe ich insbesondere beobachtet, dass z. B. unterschiedliches Distanz- und Blickverhalten erhebliche Auswirkungen auf den Ablauf einer interkulturellen Interaktion haben können. Zudem wurde mir bewusst, dass in interkulturellen Interaktionssituationen etwas Neues, das über die Ausgangskulturen der Interaktionsbeteiligten hinausgeht, entsteht. Insbesondere die Beobachtung zahlreicher interkultureller Missverständnisse und Irritationen, welche die Kulturbedingtheit nonverbalen Verhaltens in der Interaktion zwischen deutschen und marokkanischen Studierenden hervorrufen kann, weckte in mir die wissenschaftliche Neugier und verleitete mich schließlich dazu, mich mit diesem Thema differenzierter auseinanderzusetzen.

Meiner sehr verehrten Lehrerin Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne gilt mein ganz besonderer Dank für die kontinuierliche, fachliche und konstruktive Betreuung während der Anfertigung der vorliegenden Arbeit und dafür, dass sie mir stets und unermüdlich mit Rat und Tat bei inhaltlichen sowie methodischen Fragen zur Seite stand. Ihre kritischen Anmerkungen in zahlreichen und intensiven Diskussionen gaben mir wichtige und ausschlaggebende Denkanstöße. Mein besonderer Dank gilt ebenfalls meinem Zweitbetreuer Prof. Dr. Jens Scheiner, von dem ich wissenschaftliche Präzision in der Forschung erlernte und während des gesamten Projekts wertvoll und...

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