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Albert Drach und die Literaturgeschichtsschreibung

Ein Diskurs über «falsche Moral» und «falsche» Literatur

Herbert Scheschy

Das Buch rückt den Erzähler Albert Drach als Essayisten in den Mittelpunkt. Drach veröffentlichte Gedichte, Dramen und vor allem erzählende Texte und blieb als Essayist bisher nahezu unbekannt. Der Autor verdeutlicht am Thema der Literaturgeschichtsschreibung den weltanschaulichen Horizont sowie Literatur- und Moralbegriff Albert Drachs. Anhand des Essays «Literaturgeschichte ohne Namen» und der Erzählung «Das Goggelbuch» präsentiert er vertiefende Erkenntnisse zum Bild der geistigen Person Drachs, die als Autor «Zynismus» und «Protokollstil» zur Anwendung brachte und lange auf diese Attribute festgelegt blieb.

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2 Material und Methode

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2  Material und Methode

Zwei sehr unterschiedliche Materialkorpora bilden die Grundlage für die vorliegende Arbeit: ein unveröffentlichtes Essay-Typoskript aus dem Nachlass Albert Drachs und ein mehrfach gedruckter Erzähltext. Die Analyse trifft somit einerseits auf ein ungesichertes Korpus, dessen Entstehungszeit, Bedeutung im Gesamtwerk des Autors und chronologische Einordnung unklar sind und dessen Inhalt eine erste Erschließung einfordert, andererseits auf ein Werk, das in autorisierter Fassung gedruckt vorliegt und durch vielfältige Rezeptionszeugnisse und eine historisch-kritische Deskription seiner Genese dokumentiert ist. Auf jeden der beiden Texte sind unterschiedliche methodische Verfahren anzuwenden, die dem Überlieferungsstatus, dem Genre und dem Forschungsstand der Literaturwissenschaft Rechnung tragen müssen.

2.1  Literaturgeschichte ohne Namen (LGoN)

2.1.1  Das unveröffentlichte Material im Nachlass8

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