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Pilgern und Wallfahren in der Schule

Eine Option für Schule und Schulpastoral

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Andreas Gautier

Die Untersuchung beschäftigt sich mit den Schulfahrten an den Katholischen Gymnasien im Bistum Osnabrück und stellt die Frage, ob diese damit ihrem schulischen Auftrag nachkommen. Dabei trägt der Autor zunächst zur Weiterentwicklung der Pilger- und Wallfahrtstheologie bei, indem er die Ursprünge des Pilgerns und des Wallfahrens herleitet, in den Kontext der Kirchengeschichte stellt und sie an den Erfahrungen der untersuchten Schulfahrten reflektiert. Er plädiert hier für eine Differenzierung zwischen Pilgern und Wallfahren, die sich in unterschiedlichen Konzepten der Durchführung niederschlägt. Um die Frage nach der Relevanz für eine Pilger- oder Wallfahrt an einer Schule zu beantworten, zeigt Andreas Gautier zunächst die Motivation von Schulgründungen auf. Hier werden Unterschiede zwischen Katholischer Kirche und Staat als Träger deutlich. Diese umfassen das Bildungs- und Erziehungsverständnis, was wiederum unterschiedliche Antworten auf die Frage liefert, ob Pilgern oder Wallfahren dem schulischen Auftrag gerecht wird. Der empirische Teil, dem eine quantitative Erhebung zugrunde liegt, untermauert diese Herleitung und zeigt weitergehende Implikationen für eine Umsetzung auf.

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Einleitung

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Diese Arbeit entstand mit der Idee, den Eigenwert Katholischer Schulen im Vergleich zu Staatlichen Schulen1 zu untersuchen. Besonderes Augenmerk sollte dabei auf die Frage der Persönlichkeitsentwicklung an den jeweiligen Schulen gelenkt werden.

Um dies an einem konkreten Beispiel zu untersuchen, boten sich die Schulfahrten der Katholischen Schulen im Bistum Osnabrück an, die mit wachsendem Engagement an immer mehr Standorten umgesetzt werden und als Pilger- bzw. Wallfahrt der Schulen in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden.

Der Gang der Forschung und dann auch dieser Arbeit setzten hier an. Zunächst werden die beiden Schulen und ihre Fahrten vorgestellt, die in den empirischen Teil der Arbeit eingeflossen sind. Danach folgt eine Reflexion über die Frage, was Pilgern bzw. Wallfahren ist. Das dritte Kapitel untersucht das System Schule und stellt den Eigenwert der Staatlichen und der Katholischen Schule in Bezug zur Persönlichkeitsentwicklung dar. Weil sich das Engagement der Kirche im System Schule nicht nur auf die Trägerschaft eigener Schulen beschränkt und sich im Gang der Untersuchung herausstellte, dass die christliche Pilgertradition Chancen für das Engagement von Kirche an Staatlichen Schulen aufzeigt, wird dort ebenfalls die Schulpastoral vorgestellt.

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