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Die Chronologie von Emily Brontës «Wuthering Heights»

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Michael Weber

Lange galt in der Forschung die Zeitstruktur von Emily Brontës Roman «Wuthering Heights» als undurchsichtig, meist sogar als fehlerhaft. Lediglich drei Jahreszahlen stehen im Text einer Fülle von relativen Zeitangaben gegenüber, die den Verlauf der Ereignisse zu diesen Jahresangaben in Beziehung setzen. Wenn man – wie in der Forschung üblich – die Jahresangaben auf die Zeit der Handlung bezieht, lässt sich keine Übereinstimmung mit den übrigen Zeitangaben erzielen. Der entscheidende Neuansatz dieser Studie besteht demgegenüber in der Hypothese, dass zwei der Jahreszahlen die Entstehungszeit des Berichts über die Handlung markieren. Damit lässt sich die Stimmigkeit des gesamten Zeitgerüsts erweisen und zugleich eine innovative Interpretation mit Blick auf die fiktive Erzählstrategie begründen. Ihre Berücksichtigung eröffnet neue Perspektiven, insbesondere auf den Protagonisten Mr. Heathcliff.

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III. Die Chronologien

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III.  Die Chronologien

Die definitive Chronologie

Sie ergibt sich aus der Zusammenführung aller zeitlich relevanten Daten in Mr. Lockwoods Bericht und Ellen Deans Erzählung und der Metaanalyse des chronologischen Schrifttums zu Wuthering Heights und ist evidenzbasiert. Bislang wurden für die zeitliche Reihung nur selektierte und methodisch nicht geprüfte Angaben benutzt, was zwangsläufig zu Unvollständigkeit und Widersprüchen führte. Die definitive Chronologie beendet die von Sangers Veröffentlichung im Jahr 1926 angestoßene Diskussion über den Zeitplan von Wuthering Heights und löst alle chronologischen Paradoxien auf.

Die in Parenthese gesetzten Zahlen beziehen sich auf die Romankapitel, in denen das Geschehen erwähnt wird. Zur besseren Übersicht wird nur für die Orientierung Wichtiges angeführt. Der Zeitplan soll als eine Art what’s when dienen, so wie die noch folgende chronologische und genealogische Analyse der Biographien ein literarisches who’s who darstellen wird. In den personenbezogenen Kapiteln der biographischen Analysen findet sich die Datierung des Geschehens, insofern sie nicht schon erfolgt ist.

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