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Rechtliche Funktionsbedingungen von Märkten und Formen der Konfliktbeilegung in China und Europa

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Jochen Glöckner, Reinhard Singer, Astrid Stadler and Xujun Gao

Die Beiträge in diesem Sammelband befassen sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen für Wettbewerb und Markt in China und Europa. Dies umfasst die gesellschafts-, arbeits- und wettbewerbs- bzw. kartellrechtlichen Bedingungen, das Wirtschaftsstrafrecht sowie die Ausgestaltung des Rechts des geistigen Eigentums sowie des Verbraucherschutzes. In- und ausländische Marktteilnehmer müssen sich dabei nicht nur auf stabile rechtliche Verhältnisse verlassen können, sondern haben größtes Interesse an einem funktionierenden und verlässlichen Gerichtssystem bzw. außergerichtlichen Mechanismen der Konflikt- und Streitbeilegung. Die Beiträge analysieren Unterschiede und Entwicklungstendenzen in rechtsvergleichender Perspektive.

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Vorwort

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Die engen Handelsbeziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China schaffen für Juristinnen und Juristen in beiden Ländern wichtige und attraktive Betätigungsfelder. Die erfolgreiche Lösung von auftretenden Konflikten bzw. deren Vermeidung kann dabei nur gelingen, wenn alle Beteiligten nicht nur über Kenntnisse ihrer eigenen Rechtsordnung verfügen, sondern auch die jeweils andere Rechtsordnung wenigstens in ihren Grundzügen kennen und verstehen und ein interkulturelles Verständnis für die rechtlichen und gesellschaftlichen Hintergründe mitbringen. Das deutsche und das chinesische Zivil- und Wirtschaftsrecht sind dabei in vielen Bereichen gar nicht unähnlich. Dies liegt an den deutschen Wurzeln des chinesischen Zivilrechts, die in das 19. Jahrhundert zurückreichen, und der Tatsache, dass sich das moderne China rechtsvergleichend bei vielen seiner Gesetzgebungsprojekte an Deutschland bzw. dem europäischen Gesetzgeber orientiert. Viele junge chinesische Nachwuchswissenschaftler genießen einen Teil ihrer wissenschaftlichen Ausbildung an deutschen Universitäten. Auch von deutscher Seite sind Studien- und Forschungsaufenthalte in China dank der attraktiven Aussichten auf dem Arbeitsmarkt für Absolventen mit Kenntnissen der chinesischen Sprache und Kultur und seines Rechts gut nachgefragt. Vor mehr als fünf Jahren entstand die Idee eines engeren Austausches in Forschung und Lehre zwischen der chinesischen Tongji University in Shanghai, der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Humboldt Universität in Berlin und dem Fachbereich Rechtswissenschaft der Universität Konstanz. Durch das seit vielen Jahren an der Tongji Universität bestehende, vom DAAD großzügig geförderte Chinesisch-Deutsche Hochschulkolleg (CDHK) bestanden bereits traditionell gute Beziehungen...

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