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Digitales Testament und digitaler Nachlass

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Pia Elisa Uhrenbacher

Dieses Buch untersucht, ob die bestehenden Vorschriften des deutschen Rechts wie die Regelungen des Erbrechts, des Datenschutzrechts und des Grundgesetzes auf den digitalen Nachlass anwendbar sind und ob sie einer Vererbbarkeit entgegenstehen. Der digitale Nachlass ist in den letzten Jahren immer mehr in den Fokus der juristischen Literatur geraten. Jeder Mensch produziert große Mengen digitaler Daten. Die Autorin beschäftigt sich mit der Frage, wie mit diesen Daten nach dem Tod des Betroffenen umgegangen werden soll. Der deutsche Gesetzgeber hat bislang keine Regelungen speziell zum digitalen Nachlass erlassen. Zusätzlich blickt das Buch auf die Rechtslage in den USA. Dort sind in einigen Bundesstaaten bereits Regelungen zum digitalen Nachlass erlassen worden.

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A. Darstellung der faktischen Problematik

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A.  Darstellung der faktischen Problematik

Mittlerweile ist es üblich geworden, über E-Mail oder What’s App zu kommunizieren, Bilder vom letzten – über 1-2-fly.com gebuchten – Urlaub auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken zu posten, über Xing nach dem nächsten Traumjob und bei Parship nach dem Wunschpartner zu suchen oder einen Freund via Skype im Ausland anzurufen. Das alltägliche Leben wird immer digitaler. Dabei werden enorme Massen an digitalen Daten produziert, die, wenn sie einmal in der Welt und insbesondere im Internet sind, endlos fortbestehen können, auch über das Leben des Nutzers oder Verursachers hinaus.

Die vorliegende Arbeit behandelt ein Thema, das bei Beginn der Bearbeitung erst langsam dabei war, einen Weg in die Öffentlichkeit und damit in die öffentliche Diskussion zu finden: Was passiert mit unseren digitalen Daten, wenn wir einmal gestorben sind? Was geschieht mit den Spuren, die wir im Rahmen unserer digitalen Identität hinterlassen, mit unserem „Digitalen Nachlass“? Auch wenn das Thema mittlerweile vermehrt in den Fokus der öffentlichen (Fach-)Diskussionen gerät, gibt es hierzu noch wenig Literatur und Vorschläge, wie mit dem digitalen Nachlass zu verfahren ist.

So bemerkte Rechtsanwalt Martin Sebastian Haase zutreffend im Rahmen seines Vortrags „Rechtsfragen des digitalen Nachlasses“ am 12.09.2013 bei der 14. Herbstakademie 2013 der Deutschen Stiftung für Recht und Informatik in Berlin: „Bei der Vorbereitung zu diesem Vortrag habe ich gemerkt, dass ich eigentlich selbst viel mehr Fragen als Antworten zu diesem Thema habe.“1

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