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Venire contra factum proprium

Herkunft und Grundlagen eines sprichwörtlichen Rechtsprinzips

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Lisa Isola

Dieses Buch untersucht die Herkunft des Verbots von «venire contra factum proprium». Ausgehend von den mittelalterlichen «Brocardica» wird die Quellenbasis analysiert, auf welche der berühmte Satz vom verbotenen Selbstwiderspruch gestützt wurde. Die herangezogenen Quellen entstammen zum Großteil dem «Corpus Iuris Civilis» und enthalten in erster Linie «Fallrecht». Der Beitrag der Juristen des Mittelalters besteht im Auffinden des dahinterstehenden Wertungsgesichtspunktes sowie in der Ausbildung abstrakter Abgrenzungskriterien. Die Autorin vereint beide Aspekte in einem komplexen Ansatz, um zu einem besseren Verständnis der Grundlagen des Rechts beizutragen.

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2. Argumenta contra

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Auch hinsichtlich der argumenta contra folgt die Untersuchung den für die argumenta pro aufgestellten Grundsätzen: In der in den Brocardica aurea vorgefundenen Reihenfolge werden die dort genannten Allegationen in die moderne zitierweise übersetzt und unter schlagwortartiger Nennung des Themas als Kapitelüberschriften angeführt. Sodann wird der Text darauf hin untersucht, worin der Selbstwiderspruch liegt und aufgrund welcher Wertungsgesichtspunkte er in der jeweiligen Konstellation zugelassen wird.

Die Belegstellenreihe der argumenta contra wird mit einer Codex-Stelle eröffnet, die einen spezifischen Sonderfall behandelt:

2.1. C. 3, 29, 5: Benachteiligung von Pflichtteilsberechtigten I: Schenkung an den emanzipierten Haussohn

C. 3, 29, 5 (Impp Diocletianus et Maximianus AA. Cottabeo)

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