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Venire contra factum proprium

Herkunft und Grundlagen eines sprichwörtlichen Rechtsprinzips

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Lisa Isola

Dieses Buch untersucht die Herkunft des Verbots von «venire contra factum proprium». Ausgehend von den mittelalterlichen «Brocardica» wird die Quellenbasis analysiert, auf welche der berühmte Satz vom verbotenen Selbstwiderspruch gestützt wurde. Die herangezogenen Quellen entstammen zum Großteil dem «Corpus Iuris Civilis» und enthalten in erster Linie «Fallrecht». Der Beitrag der Juristen des Mittelalters besteht im Auffinden des dahinterstehenden Wertungsgesichtspunktes sowie in der Ausbildung abstrakter Abgrenzungskriterien. Die Autorin vereint beide Aspekte in einem komplexen Ansatz, um zu einem besseren Verständnis der Grundlagen des Rechts beizutragen.

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VI. Zusätzliche argumenta in den Brocardica dolum sowie initium

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Die Texte, die in den vergleichbar formulierten, wenn auch anders strukturierten und wohl nicht „in gerader Linie“ mit aurea verwandten Brocardica dolum und initium zusätzlich erwähnt werden, bieten einen guten Rahmen, um die von Azo eingeführten Kriterien an Texten zu erproben, die er für seine Induktionsbasis nicht herangezogen hat, die aber dennoch eine Rolle für die mittelalterliche Diskussion um die Zulässigkeit des Selbstwiderspruchs gespielt haben.

1. Argumenta pro

1.1. D. 14, 6, 7, 2: Konvaleszenz bei dos-Bestellung (dolum)

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