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Die kalte Zwangsverwaltung

Freihändige Verwaltung massezugehöriger Grundstücke durch den Insolvenzverwalter aufgrund einer Verwertungsvereinbarung mit absonderungsberechtigten Gläubigern

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Viviane Körner

Das Rechtsinstitut der kalten Zwangsverwaltung wurde von der Rechtspraxis als Alternative zur gerichtlichen Zwangsverwaltung entwickelt. Gegenstand ist eine Vereinbarung zwischen dem Insolvenzverwalter und den absonderungsberechtigten Gläubigern über deren Befriedigung aus den Mietforderungen ohne Durchführung eines gerichtlichen Zwangsverwaltungsverfahrens. Die Autorin untersucht zunächst die Grundlagen und Voraussetzungen der kalten Zwangsverwaltung und beschäftigt sich sodann umfassend mit dem Inhalt derartiger Verwertungsvereinbarungen. Abschließend stellt sie die wesentlichen Vor- und Nachteile der kalten Zwangsverwaltung gegenüber der gerichtlichen Zwangsverwaltung vergleichend dar.

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Kapitel 1 Gesetzlich geregelte und anerkannte Befriedigungs- und Verwertungsmöglichkeiten

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Kapitel 1  Gesetzlich geregelte und anerkannte Befriedigungs- und Verwertungsmöglichkeiten

In der vom Insolvenzverwalter zu verwertenden Insolvenzmasse befinden sich häufig Grundstücke. Je nachdem, welche Rechte an den Grundstücken bestehen, gibt es unterschiedliche Verwertungs- und Befriedigungsinteressen.

Der Gläubiger, dem vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Insolvenzschuldners nach materiellem Recht ein Grundpfandrecht wirksam bestellt wurde, kann auch nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens Befriedigung aufgrund seines dinglichen Rechts suchen.22 In Anbetracht der jeweils bezweckten Rechtsfolgen muss der Grundpfandrechtsgläubiger entscheiden, welche Maßnahme für ihn in der konkreten Situation vorteilhaft ist.

Auch der Insolvenzverwalter verfügt über verschiedene Verwertungsmöglichkeiten, um die Insolvenzmasse zur Befriedigung aller Gläubiger des Insolvenzschuldners zu vergrößern und Belastungen der Insolvenzmasse mit zusätzlichen Kosten zu vermeiden.

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