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Erklärungsfaktoren für die Managementautonomie in kommunalen Mehrheitsbeteiligungen

Eine empirische Studie

Tobias Alexander Krause

Ein großer Teil der öffentlichen Leistungserbringer wird als privatrechtliche Gesellschaften in einem wettbewerbsorientierten Umfeld geführt. Da bis dato empirische Erkenntnisse zur Steuerung dieser kommunalen Beteiligungen fehlen, setzt sich der Autor mit den Autonomisierungstendenzen auf Kommunalebene auseinander. Er untersucht Erklärungsfaktoren für die Managementautonomie von kommunalen Mehrheitsbeteiligungen aus dem Blickwinkel der Gesteuerten. Dabei interessiert insbesondere die Einflussnahme der Kommunen auf verschiedene Tätigkeitsbereiche ihrer Ausgliederungen. Um zu beantworten, welche Faktoren die Managementautonomie beeinflussen, erstellt die Studie einen Analyserahmen auf Basis der Transaktionskosten- und der Social-Exchange-Theorie. Die Hypothesen testet der Autor mit einer großflächigen Umfrage und evaluiert so wissenschaftliche Implikationen und praktische Empfehlungen für die Steuerung kommunaler Unternehmen.

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4. Datenanalyse und Ergebnisse

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4.   Datenanalyse und Ergebnisse

Im folgenden Kapitel sollen die in Kapitel zwei aufgestellten Hypothesen einer empirischen Überprüfung unterzogen werden. Darüber hinaus sollen einige interessante Zusammenhänge zwischen den Variablen verdeutlicht werden, die nicht durch die bereits aufgestellten Hypothesen abgedeckt wurden. Das Kapitel beginnt mit dem Test der wichtigsten Hypothesen an einem Mittelwertindex der Managementautonomie. Zuerst wird eine Korrelationstabelle zwischen Index und allen Theorievariablen errechnet. Danach werden transaktionsbasierte Erklärungsfaktoren und Social-Exchange-Faktoren (jeweils ohne Aufsichtsratsvariablen) in vier Modellen gegenübergestellt. Es wurde für Branche, Rechtsform, Größe, Privatkapital, Subventionen der Kommune und Bundeslandcluster kontrolliert. In einem Gesamtmodell werden dann noch einmal die relevantesten Variablen gemeinsam getestet.

Es folgt die Identifikation der wesentlichen Dimensionen von Managementautonomie im Sample mittels explorativer Faktorenanalyse. Danach wird die Branche als spezifischer Einflussfaktor berücksichtigt und interpretiert. Es soll außerdem analysiert werden, welche Akteure in der Kommune die Dimensionen der Managementautonomie maßgeblich beeinflussen, wie häufig diese in Kontakt zu den Unternehmen stehen und inwiefern dieser häufigere Kontakt die Autonomie der Unternehmen zusätzlich einschränkt. Daran anschließend wird festgestellt, welche Managementinstrumente in den Kommunen genutzt werden, um die Autonomie der Geschäftsführer effektiv einzuschränken. Ebenso sollen ermittelte Aufsichtsratsvariablen im Hinblick auf die Autonomiedimensionen untersucht werden.

Um diese Sachverhalte zu überprüfen, werden bivariate Zusammenhänge mittels Korrelationsanalyse nach Pearson identifiziert. Mittelwertunterschiede werden mit zweiseitigen t-Tests für unabhängige Stichproben auf Signifikanz überprüft. Unterscheiden sich die...

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