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Erklärungsfaktoren für die Managementautonomie in kommunalen Mehrheitsbeteiligungen

Eine empirische Studie

Tobias Alexander Krause

Ein großer Teil der öffentlichen Leistungserbringer wird als privatrechtliche Gesellschaften in einem wettbewerbsorientierten Umfeld geführt. Da bis dato empirische Erkenntnisse zur Steuerung dieser kommunalen Beteiligungen fehlen, setzt sich der Autor mit den Autonomisierungstendenzen auf Kommunalebene auseinander. Er untersucht Erklärungsfaktoren für die Managementautonomie von kommunalen Mehrheitsbeteiligungen aus dem Blickwinkel der Gesteuerten. Dabei interessiert insbesondere die Einflussnahme der Kommunen auf verschiedene Tätigkeitsbereiche ihrer Ausgliederungen. Um zu beantworten, welche Faktoren die Managementautonomie beeinflussen, erstellt die Studie einen Analyserahmen auf Basis der Transaktionskosten- und der Social-Exchange-Theorie. Die Hypothesen testet der Autor mit einer großflächigen Umfrage und evaluiert so wissenschaftliche Implikationen und praktische Empfehlungen für die Steuerung kommunaler Unternehmen.

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5. Diskussion der Ergebnisse und Limitationen der Studie

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5.   Diskussion der Ergebnisse und Limitationen der Studie

In diesem Kapitel sollen die wichtigsten Ergebnisse der vorliegenden Studie vorsichtig interpretiert und zusammenfassend diskutiert werden. In einem zweiten Schritt werden die Limitationen der Studie aufgezeigt. Im letzten Teil des Kapitels werden Implikationen für Wissenschaft und Praxis abgeleitet.

5.1    Interpretation und Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse

Im vorhergehenden Abschnitt wurden auf Basis der Überlegungen der COBRA Forschungsgruppe (Verhoest et al. 2010; Bach 2014) vier grundlegende Faktoren der Managementautonomie identifiziert, die auf unterschiedliche Entscheidungsbereiche in öffentlichen Unternehmen Bezug nehmen. Der Autor hat diese wie folgt bezeichnet: Personalautonomie, Generelle Entscheidungsautonomie, Preisautonomie und Strategische Autonomie. Während Personalautonomie sich auf alle Personalentscheidungen in den Unternehmen bezieht, vereint die generelle Managementautonomie organisationsumfassende Entscheidungsbereiche wie Produktion, Forschung, Marketing, Einkauf, Diversifikation und Finanzmitteleinsatz. Strategische Entscheidungen beziehen sich vor allem auf Fragen der Investition und Finanzierung wie wichtige Investmententscheidungen, Kreditaufnahme und Beteiligung an weiteren juristischen Personen des Privatrechts. Preisentscheidungen betreffen Preise, Gebühren und Abgaben an das Unternehmen. Darüber hinaus wurde ein Gesamtindex entwickelt, der stellvertretend für die Managementautonomie als zusätzliche abhängige Variable genutzt wurde (Lioukas et al. 1993).

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