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Die Pflicht des Aufsichtsrats zur Offenlegung von Interessenkonflikten

Betrachtet im Lichte der allgemeinen Dogmatik des Interessenkonflikts im Privatrecht

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Hans-Joachim Berner

Dieses Buch beschäftigt sich mit den vielfältigen, ungeklärten und praktisch hoch relevanten Problemen des Aufsichtsrats als Organ des Interessenkonflikts. Wegen des spärlichen Normbestands im AktG gerät die allgemeine Gesetzesauslegung an ihre Grenzen. Hiervon ausgehend sucht der Autor nach Lösungen im größeren dogmatischen Zusammenhang. Er begreift den Interessenkonflikt als eigenständige Kategorie des Zivilrechts, für den sich einheitliche Lösungsmechanismen herausgebildet haben. Darüber hinaus entwickelt der Autor diese Dogmatik fort und bedient sich ihrer zur Lösung einer praktisch relevanten Frage: Inwiefern sind der Aufsichtsrat und seine Mitglieder zur Offenlegung von Interessenkonflikten verpflichtet?

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§ 4 Kategorien von Interessenkonflikten

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§ 4  Kategorien von Interessenkonflikten

Eine umfassende Auflistung aller Aspekte, die ein Risiko für die Unabhängigkeit von [Interessenwahrern] darstellen können, ist nicht möglich.197

– Europäische Kommission (2005)

Freilich ist jeder Versuch der abschließenden Kategorisierung aller denkbaren Interessenkonflikte in Interessenwahrungsverhältnisse zum Scheitern verurteilt. Dennoch lassen sich die für diese Untersuchung relevanten Interessenkonflikte nach verschiedenen Kriterien weiter einteilen.

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