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Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften

Eine Längsschnittstudie in der kaufmännischen Ausbildung

Series:

Christian Michaelis

Der Autor untersucht die Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften bei kaufmännischen Auszubildenden im Ausbildungsverlauf. Das zugrunde gelegte Kompetenzmodell basiert auf einer Verschränkung kognitionspsychologischer mit verhaltenstheoretischen Annahmen. Den Kern dieses Models bilden die Handlungsintention, nachhaltig zu wirtschaften sowie das deklarative Wissen über Nachhaltigkeit und nachhaltiges Wirtschaften. Beide Skalen werden über kognitive und affektiv-motivationale Faktoren, wahrgenommene Wert- und Normorientierungen, unterschiedliche Lerngelegenheiten sowie soziodemografische Aspekte kontrolliert. Der Band belegt, dass eine Förderung von Kompetenzen hinsichtlich einer nachhaltigen Entwicklung ein wichtiges Desiderat in der beruflichen Bildung darstellt.

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8 Ergebnisse der Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften im Ausbildungsverlauf

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Dieses Kapitel beschreibt die Ergebnisse der Kompetenzentwicklung zum nachhaltigen Wirtschaften. Dazu erfolgt eingangs im Abschnitt 8.1 auf der Grundlage der Empfehlungen aus Abschnitt 7.5 die längsschnittliche Skalierung der Leistungsskalen. Aufbauend auf diesen Skalierungen werden im Abschnitt 8.2 die Leistungsentwicklungen deskriptiv betrachtet, indem Personenfähigkeitswerte zu unterschiedlichen Messzeitpunkten im Rahmen von Streudiagrammen einander gegenübergestellt werden. Für die empirische Prüfung von Entstehungs- und Erklärungszusammenhängen der Kompetenz, nachhaltig zu wirtschaften, sowie deren Entwicklung erfolgen im Abschnitt 8.3 an erster Stelle bivariate Zusammenhangsanalysen zwischen den Leistungsskalen sowie den potenziell leistungsvarianzerklärenden Skalen. Diese Analysen arbeiten erste Strukturzusammenhänge heraus. Die Strukturzusammenhänge der Kompetenz, nachhaltig zu wirtschaften, sowie deren Entwicklung werden anschließend mittels autoregressiver sowie latenter Wachstumskurvenmodelle multivariat analysiert.

8.1 Längsschnittliche Skalierung der Leistungstests

Die Leistungsskalen (SJT & deklarativer Wissenstest) werden mittels IRT-basierten Modellen ausgewertet. Für den SJT wird aufgrund der polytomen Itemstruktur das Partial-Credit-Modell und für den deklarativen Wissenstest das einparametrische dichotome Rasch-Modell verwendet (vgl. Abschnitt 6.5.1). Für die längsschnittliche Skalierung werden insofern mehrdimensionale Modelle eingesetzt, als für jeden Messzeitpunkt die Items einer zeitlichen Dimension eindeutig zugeordnet werden. Demnach ergeben sich für beide Leistungsskalen bei drei Messzeitpunkten drei Dimensionen.

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