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Entstehung und Bedeutung des Landesverwaltungsgesetzes Schleswig-Holstein

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Philipp Eckert

Das 1968 in Kraft getretene Landesverwaltungsgesetz Schleswig-Holstein bildete die erste Kodifikation des Verwaltungsverfahrensrechts und wesentlicher Teile des materiellen Verwaltungsrechts in der Bundesrepublik Deutschland und war der Vorreiter des erst 1977 in Kraft getretenen Verwaltungsverfahrensgesetzes des Bundes. Der Autor untersucht die Wechselwirkung zwischen Bundes- und Landesgesetzgebung bei der Entstehung dieser Gesetze. Dabei arbeitet er die Bedeutung des Landesverwaltungsgesetzes anhand seiner Funktionen und insbesondere der Konkretisierung des Verfassungsrechts heraus. Schließlich zeigt die Untersuchung, dass Verwaltungsjuristen aus der Reichsverwaltung, die nach 1945 in Schleswig-Holstein ein Refugium fanden, das Landesverwaltungsgesetz maßgeblich mitprägten.

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F. Wegbereiter des Landesverwaltungsgesetzes Schleswig-Holstein

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Die für die Entstehung des Allgemeinen Verwaltungsgesetzes für das Land Schleswig-Holstein entscheidenden Persönlichkeiten stammten aus Regierung, Verwaltungspraxis und Wissenschaft. Trotz der insbesondere von Rechtspre- chung und Literatur erhobenen Bedenken und Einwände setzten sie sich nach- haltig für eine Kodifikation von Verwaltungsverfahrensrecht und Allgemeinem Verwaltungsrecht ein. Darüber hinaus hatten sie einen wesentlichen Anteil an der Gesetzgebung im Bund und in Schleswig-Holstein und prägten – veranlasst durch ihre Vor- und Mitarbeit an Landesverwaltungsgesetz und Verwaltungs- verfahrensgesetz des Bundes – die Literatur zu diesen Gesetzen auf längere Zeit. I. Klaus von der Groeben (07.01.1902 – 23.01.2002) Klaus von der Groeben wurde am 07.01.1902 als Sohn des ostpreußischen Guts- besitzers Georg von der Groeben und dessen Frau Eva von Mirbach in Langheim/ Ostpreußen geboren. Sein jüngerer Bruder war der Diplomat und Europapoliti- ker Hans von der Groeben. Im März 1919 legte Klaus von der Groeben zunächst die Reifeprüfung am Collegium Fridericianum in Königsberg ab, um anschlie- ßend Rechtswissenschaften an den Universitäten Königsberg, München, Berlin sowie Heidelberg zu studieren und im November 1924 das Erste Staatsexamen in Königsberg zu erlangen. Seine dreijährige Ausbildung zum höheren Verwal- tungsbeamten beim Regierungspräsidenten in Hannover und beim Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont schloss er im November 1928 mit der Großen Staats- prüfung für den höheren Verwaltungsdienst in Berlin ab. Als Regierungsassessor nahm er die Tätigkeit des Hilfsarbeiters bei den Landräten der Kreise Jerichow II und...

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