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Entstehung und Bedeutung des Landesverwaltungsgesetzes Schleswig-Holstein

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Philipp Eckert

Das 1968 in Kraft getretene Landesverwaltungsgesetz Schleswig-Holstein bildete die erste Kodifikation des Verwaltungsverfahrensrechts und wesentlicher Teile des materiellen Verwaltungsrechts in der Bundesrepublik Deutschland und war der Vorreiter des erst 1977 in Kraft getretenen Verwaltungsverfahrensgesetzes des Bundes. Der Autor untersucht die Wechselwirkung zwischen Bundes- und Landesgesetzgebung bei der Entstehung dieser Gesetze. Dabei arbeitet er die Bedeutung des Landesverwaltungsgesetzes anhand seiner Funktionen und insbesondere der Konkretisierung des Verfassungsrechts heraus. Schließlich zeigt die Untersuchung, dass Verwaltungsjuristen aus der Reichsverwaltung, die nach 1945 in Schleswig-Holstein ein Refugium fanden, das Landesverwaltungsgesetz maßgeblich mitprägten.

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Gespräch mit Gustav Kuhn886 Gustav Kuhn wurde am 05.02.1932 in Marburg geboren. Nach dem 1953 in Kiel absolvierten Abitur studierte er Rechtswissenschaften an den Universitäten Hei- delberg und Kiel und legte 1958 in Kiel die Erste Juristische Staatsprüfung sowie 1963 in Hamburg die Zweite Juristische Staatsprüfung ab. 1964 promovierte er an der Universität Kiel mit einer Dissertation zum Thema „Geltung der Grund- rechte für Minderjährige“. Im gleichen Jahr trat er in den höheren Verwaltungs- dienst des Landes Schleswig-Holstein ein. Nach Abordnung zur Stadtverwaltung Heide in Holstein von 1964 bis 1966 war Gustav Kuhn zunächst Assistent bei der Beratung des Landesverwaltungsgesetzes im Schleswig-Holsteinischen Landtag und anschließend von 1967 bis 1969 Referent in der Hochschulabteilung des Kultusministeriums, wo er insbesondere an der Erarbeitung des Hochschulbau- förderungsgesetzes und des Landeshochschulgesetzes mitwirkte. Daraufhin ar- beitete er als Hochschulreferent in der Planungsabteilung des Ministeriums und Verbindungsreferent zum Kultusministerium in der Staatskanzlei. Von 1971 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1992 war er Abteilungsleiter verschiede- ner Schulabteilungen. Wie kam es dazu, dass Sie dem Vorsitzenden des Sonderausschusses Walter Mentzel als ständiger Sekretär beigegeben wurden? Im damals noch dreieinhalb Jahre dauernden Vorbereitungsdienst konnte man eine Reihe von Wahlstationen durchlaufen. Ich habe vier Verwaltungswahlsta- tionen absolviert. Die erste war bei der Kreisverwaltung des ehemaligen Kreises Eckernförde. Dort war ich nicht damit zufrieden, verwaltungsrechtliche Gut- achten zu schreiben, sondern bat um „richtige“ Verwaltungsarbeit. Ich erhielt als Krankheitsvertretung das Sachgebiet „Naturschutz“. Dies und/oder ein Gut-...

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