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Inklusiver Englischunterricht am Gymnasium

Evidenz aus der Schulpraxis im Spiegel von Spracherwerbstheorie und Fremdsprachendidaktik

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Jan Springob

Inklusion ist eine der aktuellen bildungspolitischen Herausforderungen. Die Realisierung von gemeinsamem Unterricht einer heterogenen Schülerschaft stellt auch den Fremdsprachenunterricht vor neue Aufgaben. Der Autor präsentiert Erkenntnisse einer dreijährigen unterrichtsbegleitenden, quantitativen wie qualitativen Erhebung inklusiven Englischunterrichts an einem Gymnasium und bettet diese umfassend in den Diskurs der Inklusions- und Zweitspracherwerbsforschung ein. Er formuliert «Best-Practice»-Empfehlungen, die einen eigenständigen, wissenschaftlich fundierten Impuls in die englische Sprachwissenschaft hinsichtlich des Zweitspracherwerbs und in die englische Fachdidaktik hinsichtlich der Unterrichtspraxis geben. Die Umsetzung von Inklusion kann gelingen, so das Fazit.

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4. Prinzipien guten Englischunterrichts

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4.   Prinzipien guten Englischunterrichts

„Innere Differenzierung erweist sich […] schnell als magisches Zauberwort, an dessen hohen Anspruch man nur scheitern kann. […] Im Vergleich zu den umfangreichen Praxisempfehlungen lässt sich zu dieser Frage – Was wissen wir über den Umgang der Lehrkräfte mit Heterogenität? – zunächst feststellen, dass die Realisierung von binnendifferenzierendem Fremdsprachenunterricht bisher zwar propagiert, aber kaum empirisch untersucht wurde“ (Trautmann 2009: 10).

Trautmann verweist in diesem Zusammenhang auf die hohe Diskrepanz zwischen den Empfehlungen der Fremdsprachendidaktik und der Praxis des Englischunterrichts (vgl. ebd.). Gerade dieser Eindruck macht es unerlässlich, diese Empfehlungen genauer in den Blick zu nehmen und auf eine Übertragbarkeit für inklusiven Englischunterricht – eine Differenzierung ist hier unerlässlich – zu überprüfen. Zusammenfassend hebt Trautmann die Grundidee des kommunikativen Fremdsprachenunterrichts hervor und betont, „[…] dass Sprachenlernen durch Kommunikation und Interaktion am besten gelingen kann, besser jedenfalls als durch enge Korrekturen, an der grammatischen Progression orientierte Lehrgänge und hohe Redeanteile der Lehrenden“ (ebd.: 9). Kleinert et al. (2007) schließen sich an:

„In recent years, grammar and repetitious exercises have been deemphasized in foreign language classrooms, with efforts now focused on hands-on communicative methods. Grammar thus takes on a supportive role as students learn to converse with one another. Role playing, the acting out of scenarios, and informal conversations between the students themselves encourage communication and ensure that students have an active role in their own learning“ (ebd.: 26).

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