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Das preußische Fideikommiss

Studien zu seiner nationalökonomischen Funktion im Übergang zum imperialistischen Kapitalismus

Fusao Kato

Die wirtschaftshistorische Untersuchung thematisiert mit dem preußischen Fideikommiss ein altes, traditionelles Rechtsinstitut, dessen Ursprung weit ins 16. Jahrhundert zurückreicht. Dadurch wird es oftmals als ein unzeitgemäßes Phänomen behandelt, das lediglich eine reaktionäre oder rückschrittliche Rolle gespielt habe. Dieses Desinteresse gilt auch Max Weber und seiner Abhandlung zur Fideikommissfrage. Dieses Buch überprüft, ob Webers Arbeit weiterhin in der Forschung vernachlässigt werden darf. Es wirft die Frage auf, ob Weber ein rundweg negatives Urteil abgegeben hat, und weist darauf hin, dass die Besitzer der preußischen Fideikommisse nicht nur aus dem Inland kamen, sondern aus breit gestreuten Gebieten Europas. Die Analyse gilt den inter- wie transnationalen Aspekten der vielfältigen Problematik und beleuchtet die Wirklichkeit der Fideikommisse im Übergang zum imperialistischen Kapitalismus.

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Vorwort

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Die vorliegende Arbeit geht auf die Fideikommissfrage in Preußen ein, die in der Geschichtswissenschaft trotz ihrer Relevanz lange Zeit nicht gebührend beachtet wurde. Anlässlich der Tagung „Wege und Auswege aus der Krise. Stabilisierungskonzepte und Anpassungsstrategien der ostdeutschen Landwirtschaft an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert“, die 1992 auf Initiative Heinz Reifs unter Mitwirkung so renommierter Agrarhistoriker wie Hartmut Harnisch, Hans-Heinrich Müller und Volker Klemm in Gosen bei Berlin stattfand, hatte ich erfreulicherweise die Gelegenheit, einen Vortrag über die Fideikommisse zu halten, wofür ich allen großen Vorgängern meinen aufrichtigen Dank aussprechen möchte.

Besonderen Dank schulde ich Prof. emer. Lothar Baar in Berlin, der meinen einjährigen Studienaufenthalt am ehemaligen Deutschen Zentralarchiv (DZA) Merseburg, heute Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz (GStA PK), im Jahr 1979 gastfreundlich unterstützt hat. Zu danken habe ich auch Prof. emer. Hubert Kiesewetter (Eichstätt), Prof. emer. Rainer Gömmel (Regensburg), Prof. Markus A. Denzel (Leipzig), Prof. Karl Hardach (Düsseldorf), Prof. Frank Zschaler (Eichstätt), Prof. Margarete Wagner-Braun (Bamberg) und nicht zuletzt Prof. Monika Wienfort (Berlin), die alle meine Forschungstätigkeit umsichtig gefördert haben. Prof. Isamu Ginama, der frühere Dekan der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hiroshima hat das nötige organisatorische Arbeitsumfeld geschaffen. Prof. Hans-Michael Schlarb und Prof. Leopold Federmair haben mein Manuskript sprachlich durchgesehen, und Prof. Yukiko Orito hat mir mit ihren reichen Computerkenntnissen bei der Anfertigung des Manuskripts zur Seite gestanden. All diesen Kollegen in Hiroshima sei...

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