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Die Funktionsklasse der «segnali discorsivi» des Italienischen

Mit einer korpusgestützten Analyse von «praticamente» und «comunque»

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Riccardo Imperiale

Diese Studie thematisiert die «segnali discorsivi» (dt. «Diskursmarker», «Diskurspartikeln») des Italienischen. Der Autor diskutiert zunächst verschiedene Klassifizierungsansätze und geht zentralen Forschungsfragen wie der kategoriellen Abgrenzung nach. In einer korpusbasierten Detailanalyse veranschaulicht er schließlich das breite Funktionsspektrum der «segnali discorsivi» am Beispiel von «praticamente» und «comunque»: Die Untersuchung von 100 Audio-Aufnahmen zeigt, dass die Partikeln zahlreiche Funktionen auf allen Ebenen des Diskurses (metatextuell, interaktional, kognitiv) übernehmen können. Hierbei untersucht der Autor auch, ob sie abtönend fungieren. Da es sich um auditives Korpusmaterial handelt, kann er zentrale Faktoren wie die Kontextsensitivität und die Prosodie berücksichtigen.

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8 Resümee / Sintesi / Summary

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8.1 Resümee

Die vorliegende Arbeit behandelte die segnali discorsivi (= SD) des Italienischen mit besonderer Berücksichtigung von praticamente und comunque, die einer korpusgestützten Detailanalyse unterzogen wurden. Untersucht wurden 100 Audio-Aufnahmen des 2004 von der Universität Neapel veröffentlichten CLIPS-Korpus. Im theoretischen Teil wurden zunächst verschiedene Klassifizierungsansätze vorgestellt, die Abgrenzung der SD von ähnlichen Funktionsklassen wie den Abtönungspartikeln diskutiert und, insbesondere unter Bezug auf die Modelle von Koch/Oesterreicher (2011) und Bazzanella (1995, 2005, 2008), die verschiedenen Funktionskategorien der SD vorgestellt.

Die anschließende Funktionsanalyse zeigte, dass praticamente und comunque zahlreiche Funktionen auf allen Ebenen des Diskurses (metatextuell, interaktional, kognitiv) übernehmen können. Neben dieser paradigmatischen weisen sie zudem eine ausgeprägte syntagmatische Polyfunktionalität (vgl. 1.2.1) auf. Die meisten in Kap. 2 vermuteten Funktionen konnten durch die Analyse bestätigt werden; zudem wurden einige zuvor nicht vermutete Funktionen ermittelt wie etwa der Gebrauch von praticamente als indicatore di ripartenza (‚Abbruch und Neubeginn der Formulierung‘) (vgl. 3.1.1.2) oder die mit praticamente ausgedrückte semantisch-pragmatische Nuance der Präzisierung/inhaltlichen Klarstellung (vgl. 3.1.3.5).

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