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Der Psalter als ein Weg des Aufstiegs in Gregor von Nyssas «In inscriptiones Psalmorum»

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Augustinus Friedbert Weber

Das Buch untersucht Gregor von Nyssas Traktat «In inscriptiones Psalmorum». Dieser legt den Psalter als einen Meditationstext aus, der Gott suchende Menschen begleiten und über einen stufenweisen Aufstieg bis zur vollendeten Seligkeit führen will. Die Reihenfolge der Psalmen und ihre Gruppierung in fünf Bücher spiegeln einzelne Schritte und Etappen dieses Weges. Der Autor analysiert Gregors exegetische Arbeitsweise und legt eine Übersetzung des Traktats ins Deutsche vor. Eine hermeneutische Bilanz deutet den Kappadokier als einen Denker, der den christlichen Glauben im Kontext seiner Zeit in einer der philosophischen Vernunft gemäßen Weise erschließt.

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2 Einleitungsfragen

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Abstract: In a first step, attention is focused on to the preliminary questions. Along with the person Gregory, the Church Father, and the overall course of his literary work, the questions concerning the origins and the special character of Gregory’s Treatise In inscriptiones Psalmorum, and how the Treatise has been passed down through the ages are discussed. In this section of the study, a major area of concern are the essential elements of Gregory’s exegetical method.

2.1 Gregor von Nyssa

2.1.1 Leben

Zum Lebensweg Gregors von Nyssa und zu seinem literarischen Werk finden sich in den Handbüchern und Lexika mit patrologischer Thematik kompetente Artikel.29 An dieser Stelle geht es nicht darum, dazu neue Erkenntnisse beizusteuern. Vielmehr soll dem Leser die Gestalt des Kirchenvaters aufgrund unseres heutigen Wissens in großen Linien vor Augen gestellt werden. Im Einzelnen müssen dabei manche Fragen offen bleiben. Gregor hat uns zwar ein umfangreiches theologisches Werk hinterlassen, jedoch finden sich darin nur wenige Zeugnisse über seine Person. Er liebte es offenbar nicht, über sich selbst zu sprechen. Auch die Zahl äußerer Zeugnisse über ihn ist begrenzt.30

Gregor wurde in einer wohlhabenden, gebildeten und zugleich tief christlich geprägten Familie geboren. Sein Vater Basilius d. Ä. stammte aus Neocäsarea in der Provinz Pontus und wirkte dort in seinen jüngeren Jahren als Rhetor, seine Mutter Emmelia gehörte einer adeligen Familie Kappadokiens an. Das Ehepaar lebte zunächst auf einem der Familie geh...

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