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Fachgeschichte in der Literaturdidaktik

Historiographische Reflexionen für Theorie und Praxis

Series:

Christian Dawidowski and Nadine J. Schmidt

Der Sammelband regt zum ersten Mal dazu an, die fachgeschichtliche Theoriebildung zur Geschichte des Deutschunterrichts hinsichtlich ihres Ertrags und ihrer Legitimation für die Disziplin der Literaturdidaktik zu reflektieren. Darüber hinaus steht der Konnex zwischen fachgeschichtlichem Wissen und dem bildungspolitischen Auftrag innerhalb der Lehrerausbildung im Mittelpunkt des Interesses. Dabei wird eine Doppelperspektive angezielt: Neben der Diskussion fachgeschichtlicher Inhalte geht es zeitgleich auch um den Stellenwert fachgeschichtlichen Denkens überhaupt. Die Beiträge setzen sich mit einer disziplinären Klärung und Straffung auseinander oder zeigen an konkreten Beispielen auf, wie fachgeschichtliches Denken in der Lehrerausbildung fruchtbar gemacht werden kann.

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Was heißt und zu welchem Ende studiert man Fachgeschichte? Beginn einer methodologischen Selbstreflexion in der Literaturdidaktik (Christian Dawidowski)

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Christian Dawidowski

Was heißt und zu welchem Ende studiert man Fachgeschichte? Beginn einer methodologischen Selbstreflexion in der Literaturdidaktik

Abstract: The paper presents a summary of historical research in the didactics of German literature teaching. Therefore it firstly marks aims and purposes of historical research in the didactics (“topic”). Secondly, it explains the methodical rudiments of any historical research with particular consideration to the didactics and the pedagogical research (“Methodik”). At last, it summarizes the paradigms of research in a historical manner up to this point an points out some desiderata (“Paradigmen”). Thus, the paper shows a beginning of methodical self-reflection.

Die fachgeschichtliche Reflexion ist innerhalb der Literaturdidaktik bestens etabliert. Allein die Reihe „Beiträge zur Geschichte des Deutschunterrichts“,1 der der vorliegende Band zuzuordnen ist, hat seit 1988 über 70 Bände hervorgebracht, von denen neben zahlreichen Sammelbänden vor allem viele Monographien die fachgeschichtliche Forschung maßgeblich beeinflusst haben. Viele weitere verstreut erschienene fachgeschichtliche Publikationen belegen die hohe Qualität und Verbreitung der literaturdidaktischen Forschung, von der im Einzelnen noch die Rede sein wird. Obwohl selbige kein eigenes Organ vorweisen kann, sind erste zaghafte Anfänge in der betont interdisziplinär angelegten Zeitschrift „Geschichte der Germanistik“2 sichtbar, die aufzeigen, dass eine Integration literaturdidaktischer und philologischer fachgeschichtlicher Reflexion sich wiederum abzuzeichnen beginnt – wiederum, denn bereits um 1990 gab es erste weit reichende Versuche,3 die in der Folge jedoch wenig Resonanz hervorrufen konnten. ← 9 | 10 →

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