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Fachgeschichte in der Literaturdidaktik

Historiographische Reflexionen für Theorie und Praxis

Series:

Christian Dawidowski and Nadine J. Schmidt

Der Sammelband regt zum ersten Mal dazu an, die fachgeschichtliche Theoriebildung zur Geschichte des Deutschunterrichts hinsichtlich ihres Ertrags und ihrer Legitimation für die Disziplin der Literaturdidaktik zu reflektieren. Darüber hinaus steht der Konnex zwischen fachgeschichtlichem Wissen und dem bildungspolitischen Auftrag innerhalb der Lehrerausbildung im Mittelpunkt des Interesses. Dabei wird eine Doppelperspektive angezielt: Neben der Diskussion fachgeschichtlicher Inhalte geht es zeitgleich auch um den Stellenwert fachgeschichtlichen Denkens überhaupt. Die Beiträge setzen sich mit einer disziplinären Klärung und Straffung auseinander oder zeigen an konkreten Beispielen auf, wie fachgeschichtliches Denken in der Lehrerausbildung fruchtbar gemacht werden kann.

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Kulturwissenschaftliche Lesebuchforschung (Manuel Junge)

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Manuel Junge

Kulturwissenschaftliche Lesebuchforschung

Abstract: This paper presents an approach into literature textbook research based on cultural studies. In the first part, a brief overview of the earlier stages of literature textbook research is given. In the second part, the paper argues to regard texts from literature textbooks as a text type on its own resulting from dual authorship. By making use of the semiotic approach to culture, the mental culture of literature textbooks is then identified to be the focal point of literature textbook research. In conclusion, its limitations and potentials are pointed out.

In diesem Beitrag wird das Forschungsprogramm einer kulturwissenschaftlichen Lesebuchforschung vorgestellt und ihre Bedeutung für die Fachgeschichte skizziert. Der Beitrag möchte somit dem berechtigten Einwand Gansels Rechnung tragen, „dass ohne einen genuin kulturwissenschaftlichen Ansatz weder die Chance besteht, die Rolle von Lesebüchern hinreichend zu erfassen, noch den ,Kulturraum Schule‘ […] zu modellieren.“1. Um diesem Desiderat Abhilfe zu schaffen, wird nach einer Abgrenzung zu früheren Phasen der Lesebuchforschung die theoretische Grundlegung einer kulturwissenschaftlich ausgerichteten Lesebuchforschung vorgenommen. Diese versteht den Lesebuchtext als Textsorte eigenen Ranges und bezeichnet die an seiner Entstehung beteiligten Instanzen als doppelte Autorenschaft. Hierauf aufbauend erfolgt eine kultursemiotische Modellierung des Mediums Lesebuch. Diese ermöglicht die Formulierung der Grenzen kulturwissenschaftlicher Lesebuchforschung sowie die Bestimmung ihres Untersuchungsgegenstandes.

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