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Kriminalität und Strafrecht in Kiel im ausgehenden Mittelalter

Das Varbuch als Quelle zur Rechts- und Sozialgeschichte

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Gwendolyn Peters

Die Studie befasst sich mit der Strafrechts- und Kriminalitätsgeschichte Kiels im 15. und 16. Jahrhundert. Als Quelle gibt das Varbuch Aufschluss über vor Gericht verhandelte Fälle von Kapitalverbrechen. Aus dem Vergleich normgebender Rechtsquellen mit der Strafrechtspraxis ergibt sich eine andauernde gesellschaftliche Ungleichheit zu Gunsten vermögender und angesehener Personengruppen vor Gericht. Durch die Aufnahme von Ansätzen der Historischen Kriminalitätsforschung liegt erstmals eine sozialgeschichtliche Analyse des Varbuchs als Quelle zur Kriminalitätsgeschichte vor. In der Schichtspezifik von Straftaten sowie der sozialen Einbindung, Spezialisierung und Mobilität der Delinquenten äußert sich die Alltäglichkeit spätmittelalterlicher, städtischer Kriminalität.

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3. Die Nutzungs- und Forschungsgeschichte der Handschrift

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3.   Die Nutzungs- und Forschungsgeschichte der Handschrift

3.1   Aufbewahrungsorte der Handschrift

Im Lauf der Zeit wurde das Varbuch an unterschiedlichen Orten aufbewahrt. Asmus Bremer stieß im ehemaligen Kieler Rathaus auf die Handschrift, als er die dortigen Bestände sortierte und archivierte. Später befand sich das Varbuch laut Stern unter der Signatur Manuscr. deposit. der Stadt Kiel Nr. 4 im 1870 gegründeten Staatsarchiv in Schleswig.34 Als Luppe sich mit der Handschrift beschäftigte, befand sie sich gemeinsam mit einigen der anderen mittelalterlichen Kieler Stadtbücher in der Universitätsbibliothek in Kiel.35 Heute wird das Varbuch im Kieler Stadtarchiv aufbewahrt und trägt die Signatur 79424.

3.2   Verwendung des Varbuchs durch Asmus Bremer

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