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Kriminalität und Strafrecht in Kiel im ausgehenden Mittelalter

Das Varbuch als Quelle zur Rechts- und Sozialgeschichte

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Gwendolyn Peters

Die Studie befasst sich mit der Strafrechts- und Kriminalitätsgeschichte Kiels im 15. und 16. Jahrhundert. Als Quelle gibt das Varbuch Aufschluss über vor Gericht verhandelte Fälle von Kapitalverbrechen. Aus dem Vergleich normgebender Rechtsquellen mit der Strafrechtspraxis ergibt sich eine andauernde gesellschaftliche Ungleichheit zu Gunsten vermögender und angesehener Personengruppen vor Gericht. Durch die Aufnahme von Ansätzen der Historischen Kriminalitätsforschung liegt erstmals eine sozialgeschichtliche Analyse des Varbuchs als Quelle zur Kriminalitätsgeschichte vor. In der Schichtspezifik von Straftaten sowie der sozialen Einbindung, Spezialisierung und Mobilität der Delinquenten äußert sich die Alltäglichkeit spätmittelalterlicher, städtischer Kriminalität.

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12. Anhang

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12.   Anhang

In dem Katalog sind die 68 Einträge des Varbuchs systematisch zusammengefasst. Neben den Namen der angeklagten Personen sind zusätzliche Angaben aufgeführt, die in der Quelle zu den Personen gemacht wurden. Zudem wurde die Datierung aufgenommen, die sich auf unterschiedliche Stadien im Strafrechtsprozess beziehen konnte, die daher mit genannt werden. Wenn sich aus der Quelle die Prozessform entnehmen ließ, wurde auch diese notiert. Die Angaben zu den Straftaten enthalten in zusammengefasster Form die den Delinquenten zur Last gelegten Delikte, Angaben über das alleinige oder gemeinsame, über das einmalige oder wiederholte Begehen von Straftaten sowie Tatorte und geographische Räume436 der verübten Kriminalität. Um mehrere Deliktarten im selben Fall leicht auseinanderhalten zu können, wurden Buchstaben für die verschiedenen Deliktarten festgelegt. Dabei steht a) für Tötungsdelikte, b) für Kirchendiebstahl, c) für schweren Diebstahl, d) für Raub und Betrug und e) für weitere im Varbuch auftretende Kapitalverbrechen. Abschließend wird das Urteil, sofern es in der Quelle genannt wurde, wiedergegeben. Sämtliche Namen im Anhang entsprechen der Schreibweise der Edition Luppes, während die Namen im Text der angenehmeren Lesbarkeit halber normalisiert wurden.

Ergänzungen der Einträge des Varbuchs durch Bremer stehen in eckigen Klammern. Zusätzlich sind die zehn Einträge aus Bremers Chronik hintenangestellt, die vor dem Beginn der Einträge des Varbuchs liegen und diejenigen acht Einträge der Bremerschen Chronik, die ebenfalls strafrechtliche Inhalte aufweisen, aber...

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