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Rechtliche Grundlagen und normzweckadäquate Unternehmensbewertung bei Kapitalgesellschaften

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Christina Schröter

Dieses Buch ​widmet sich Rechtsfragen der Unternehmensbewertung. Hierzu gibt die Autorin zunächst einen Überblick über die diversen Unternehmensbewertungsanlässe und Bewertungsverfahren. Ferner stellt sie die Entwicklung der Unternehmensbewertung in der Rechtsprechung dar. Schließlich untersucht sie anhand von zwei Bewertungsanlässen, ob es eine allgemeingültige, für alle Bewertungsanlässe geeignete Bewertungsmethode gibt. Die Autorin kommt zu dem Ergebnis, dass es eine solche Bewertungsmethode nicht gibt. Stattdessen ​lasse sich für jeden Bewertungsanlass eine «richtige» Bewertungsmethode festlegen, die dem jeweiligen Normzweck am besten gerecht ​werde.

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§ 2 Grundlagen der Unternehmensbewertung

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§ 2  Grundlagen der Unternehmensbewertung

A.  Überblick über die diversen Anlässe der Unternehmensbewertung

Es gibt eine Vielzahl von Anlässen, in denen die Rechtsordnung die Bewertung eines Unternehmens vorsieht. Sie können sich im Zusammenhang mit unternehmerischen Initiativen, aus Gründen der externen Rechnungslegung, aus gesellschaftsrechtlichen oder anderen gesetzlichen Vorschriften, aus vertraglichen Vereinbarungen oder aus sonstigen Gründen ergeben.6 Bei unternehmerischen Initiativen werden Unternehmensbewertungen z.B. beim Kauf oder Verkauf von Unternehmen, bei Verschmelzungen, bei Sacheinlagen im Rahmen von Gründungen von Gesellschaften oder bei Kapitalerhöhungen, im Rahmen eines Börsengangs oder eines Management Buy-Outs (MBO) durchgeführt. Das Gesellschaftsrecht sieht Bewertungen u.a. beim Abschluss von Unternehmensverträgen, beim Ein- und Austritt von Gesellschaftern aus einer Personengesellschaft, bei der Eingliederung von Unternehmen, im Rahmen eines Squeeze-out für die Ermittlung des angemessenen Ausgleichs, der Abfindung in Aktien oder bei der Ermittlung von Barabfindungen sowie für die Ermittlung von Barabfindungen und Umtauschverhältnissen bei Umwandlungen vor. Weitere Anwendungsfälle für Unternehmensbewertungen finden sich bei Erbauseinandersetzungen und Erbteilungen sowie bei Abfindungsfällen im Familienrecht.7

Im Folgenden soll ein Überblick über diese vielfältigen Anlässe, bei denen eine Unternehmensbewertung erforderlich wird, gegeben werden.

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