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Neurolinguistik, Klinische Linguistik, Sprachpathologie

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Carsten Kochler, Tanja Rinker and Eberhard Schulz

Neurolinguistik erforscht den Zusammenhang von Sprache und Gehirn. Dabei besonders aufschlussreich sind Verletzungen und Krankheiten des Gehirns und ihre Auswirkungen, so Sprachpathologien wie Aphasien (etwa nach Schlaganfall) oder Sprachabbau bei Demenzen, aber auch Entwicklungsstörungen wie zum Beispiel specific language impairment oder Autismus. Hier wird Neurolinguistik zur Klinischen Linguistik. Jetzt geht es allerdings – gerade mit Blick auf Diagnostik und Therapie – nicht mehr nur um Grundlagenfragen, sondern ganz generell um sprachliche Auffälligkeiten (auch etwa im Rahmen des Gesprächsverhaltens bei Epilepsien oder dissoziativen Anfällen oder Angst sowie bei bindungsgestörten Kindern). Der Band bietet einen Einblick in derzeit zentrale Forschungsfragen der Neurolinguistik.

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Bedeutungsbezüge in der zentral-auditiven Verarbeitung spezifisch sprachentwicklungsgestörter Kinder (specific language impairment, SLI) – Eine EKP-Studie (Christiane Weigand / Sung Eun Lee / Klaus Hennighausen† / Michael Schecker / Eberhard Schulz)

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Christiane Weigand (Freiburg i.Br.), Sung Eun Lee (Seoul, Südkorea), Klaus Hennighausen†, Michael Schecker, Eberhard Schulz (Freiburg i.Br.)

Bedeutungsbezüge in der zentral-auditiven Verarbeitung spezifisch sprachentwicklungsgestörter Kinder (specific language impairment, SLI) – Eine EKP-Studie

0. Zusammenfassung / Summary

Keywords: We report on ERP components of the central hearing processing. Normally developed children try to minimize the processing effort in the area of the central hearing processing, when there are acoustic events associated with meaning. Such management of resources does not take place in SLI children.

Die hier durchgeführten EKP-Analysen belegen, dass SLI- wie unauffällige Kinder gleichermaßen auf signifikante Weise den zentralauditiven Verarbeitungsaufwand im Bereich der sog. Mismatch Negativity 2 (MMN2, Musterabgleich mit Langzeitspeicherungen?) herabsetzen, wenn die angebotenen verbalen Stimuli (Pseudowörter) vorweg mit Bedeutung aufgeladen wurden. Im Bereich der sog. MMN1 jedoch lässt sich eine vergleichbare Reaktion nur für unauffällige Kinder zeigen.

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