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Risiken von Social Media und User Generated Content

Social Media Stalking und Mobbing sowie datenschutzrechtliche Fragestellungen

Series:

Sonja Geiring

Die Themen der internetbasierten Kriminalität im Kontext von Social Media sowie das Thema Datenschutz sind derzeit nicht nur rechtspolitisch höchst brisant, sondern haben darüber hinaus eine erhebliche praktische Relevanz. Die Autorin nimmt zum einen die dogmatischen Aspekte einer strafrechtlichen Einordnung des Social Media Stalkings und Mobbings in den Blick. Zum anderen widmet sie sich den datenschutzrechtlichen Anforderungen bei der Erstellung von Nutzerprofilen und unterzieht die aktuelle Rechtslage einer kritischen Betrachtung. Im Ergebnis fehlt es im Datenschutzrecht, im Gegensatz zum nationalen Strafrecht, bisher an praktikablen und durchsetzbaren Regelungen, um die kollidierenden Interessen der Internetnutzer mit denen der Social Media Anbieter in Einklang zu bringen.

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Teil 1: Social Media und User Generated Content

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Teil 1:  Social Media und User Generated Content

A.  Die Entwicklung des Social Web

Als das Internet in den 90er Jahren an die Seite der analogen Massenmedien wie Rundfunk, Fernsehen und Zeitung trat, diente es zunächst als Unterhaltungsmedium primär dem Konsum von Informationen. Im Laufe der Jahre wandelte sich das Internet durch neue kostenfreie Publikations-, Interaktions- und Kommunikationsmöglichkeiten wie Facebook und YouTube zu einem sog. Mitmach-Web, das den Nutzer aktiv in die Erstellung und Gestaltung neuer Internetinhalte einbindet.7 Der durch Tim O’Reilly bekannt gewordene Begriff Web 2.0 steht für diesen Wandel und die Reformierung des Internets von einer Read-Only zu einer Read/Write Kultur und ist heute Sammelbegriff für interaktive und kollaborative Phänomene des Internets.8 Neben dem Begriff Web 2.0 hat sich auch der Begriff des Social Web etabliert, der den sozialen Aspekt der Nutzerbeteiligung aufgreift und weniger den technologischen Fortschritt in den Vordergrund stellt.

Die Publikationsmöglichkeiten des Social Web haben zu einem enormen Mitteilungs- und Kommunikationsverhalten der Bevölkerung geführt. Nahezu 80 Prozent der deutschen Internetnutzer sind bei mindestens einem sog. Social Network angemeldet, zwei Drittel nutzen diese auch aktiv.9 Die sog. Digital Natives, in die Internetwelt hinein geborene Kinder bzw. Jugendliche10, verbringen nach einer Studie von Ernst & Young täglich bis zu 55 Minuten auf der Online-Plattform Facebook.11 ← 27 | 28 → Neben Kontakten und Kommunikation bietet das Social Web im Besonderen auch die Sichtbarkeit der eigenen virtuellen Identität.12 Das persönliche digitale Abbild des Nutzers ist dabei die Grundlage für die Bildung von virtuellen Freundes- und Kollegenkreisen. Hinter dem Begriff der Googleability steht dabei der digitale Ruf einer Person, der nicht nur durch deren eigene digitale Spuren im Internet, sondern auch durch die Darstellung anderer Internetnutzer beeinflusst wird.13 Die Wahrnehmung von Identität und Ruf eines Menschen, dessen persönliche Eigenschaften und Fähigkeiten werden zunehmend von seinem digitalen Abbild bestimmt, aufgebaut auf Informationen in Form von Text-, Bild- und Videobeiträgen, die man über ihn aus Suchmaschinen, Social Media Websites und Datenbanken erhält.14

Die heutigen „Prosumenten15 knüpfen und pflegen im Netz nicht nur ihr Profil und ihre Beziehungen sondern berichten auch über ihre Erfahrungen und Erlebnisse mit Dienstleistungen und Produkten. Diese Informationen lassen sich schnell und strukturiert von anderen Internetnutzern finden, mit der Folge, dass Verbraucher ihre Entscheidungen vermehrt auf Empfehlungen anderer Nutzer stützen, statt beispielsweise auf Werbemaßnahmen.16 Die Grenze zwischen professionellen Autoren und Verwertern auf der einen und Rezipienten auf der anderen Seite wird durch diese Publikumsleistung im Internet zusehends aufgelöst.17 Vom gemeinsamen Lösen von Problemen und voneinander Lernen, nicht nur zwischen Nutzern sondern auch zwischen Konsumenten und Unternehmen, können beide gleichermaßen profitieren und zu einer Verbesserung des Angebots und der Entwicklung neuer Produkte beitragen.18

Dabei haben Facebook, Twitter und Co. nicht nur ökonomisches Potential, sondern auch eine neue Bedeutung für die Dynamik politischer Prozesse. Den neuen Online-Medien wird beispielsweise eine wichtige Rolle bei den Entwicklungen rund um den „Arabischen Frühling“ zugesprochen; nicht umsonst auch die sog. Facebook- Revolution genannt.19 Die frei, schnell und kostenfrei verfügbaren Nachrichten, ← 28 | 29 → politischen Botschaften und Meinungen schaffen dabei ein neues Massenbewusstsein und die Reichweite der global präsenten Online-Plattformen realisiert und erleichtert gemeinsame Vorhaben. Politisch und gesellschaftlich relevante Themen haben zumeist zu dem Zeitpunkt, zu dem sie in den klassischen Medien aufgegriffen werden, bereits einen sog. Hashtag20 und werden online diskutiert.21

B.  Social Media – Begriffsbestimmung und Charakteristika

Die digitalen Medien und Technologien, die es den Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und verschiedenartige eigene Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu erstellen, bezeichnet man als Social Media, bzw. Soziale Medien.22 Nach der Definition von Andreas M. Kaplan und Michael Haenlein ist Social Media

eine Gruppe von Internetanwendungen, die auf den ideologischen und technologischen Grundlagen des Web 2.0 aufbauen und die Herstellung und den Austausch von User Generated Content ermöglichen”.23

Die Abgrenzung der Begriffe Web 2.0, Social Web und Social Media ist in der Literatur nicht eindeutig, so dass diese oft synonym verwendet werden.

Charakteristische Merkmale der Social Media Anwendungen sind deren Zugänglichkeit, Reichweite und Multimedialität, da sie jedem Nutzer erlauben, in beliebiger Kombination von Text, Ton und Bild kostengünstig global präsent zu sein.24 Eine weitere Eigenschaft ist die Viralität, d.h. die Dynamik und Umfänglichkeit der Informationsverbreitung Sozialer Medien mit der positive wie negative Gruppenbewegungen hervorgerufen werden können.25 Sie zeichnen sich ferner durch eine spielerisch-einfache Gestaltung und damit eine besonders hohe Benutzerfreundlichkeit aus. Nach dem Motto „Plug and Play26 sind weder Spezialkenntnisse noch eine umfassende Ausbildung für das Erstellen medialer Inhalte erforderlich. Nie ← 29 | 30 → zuvor war es auch technisch unversierten Internetnutzern möglich, sich so leicht im Internet zu vernetzen und zu präsentieren.27 Social Media Anwendungen ermöglichen zudem eine unmittelbare Veröffentlichung und auch deren Änderung ohne zeitlichen Verzug. Die Verbreitung von Smartphones und Tablet PCs, preiswerte Datentarife sowie die fast flächendeckende Verfügbarkeit von leistungsfähigen Breitbandverbindungen tragen zu der hohen Beliebtheit der Social Media Plattformen bei.28 Kultobjekte wie das iPhone und iPad besitzen eine hohe Attraktivität und fördern die Digitalisierung des Alltags.29

C.  User Generated Content

Schlagwort und Kernelement des Web 2.0 und der Sozialen Medien ist der sog. User Generated Content („UGC“).30 Der angloamerikanische Begriff, im Deutschen mit „nutzergeneriete Medieninhalte“31 übersetzt, umschreibt als Sammelbegriff alle von einem Internetnutzer erzeugten medialen Web-Inhalte wie Text-, Bild-, Audio- und Videobeiträge.32 Der Begriff des UGC ist dabei kein Rechtsbegriff und wird in der kommunikations-, medien- und wirtschaftswissenschaftlichen Literatur unterschiedlich definiert.33 In der juristischen Literatur fasst Bauer den Begriff anhand seiner charakteristischen Merkmale zusammen und definiert UGC als

Gesamtheit aller von Internetnutzern bewusst erzeugten wahrnehmbaren elektronischen Medieninhalte, die von diesen unmittelbar und unabhängig von einer vorherigen redaktionellen Auswahl über das Internet der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden, sofern es sich hierbei nicht um professionell erstellte und zu gewerblichen Zwecken veröffentlichte Inhalte handelt“.34

Die Artenvielfalt nutzergenerierter Medienbeiträge ist nahezu unbegrenzt. UGC kann in unterschiedlichster Form und auch auf verschiedenen Social Media Plattformen ← 30 | 31 → vorkommen.35 Um den breit gefächerten Untersuchungsgegenstand des UGC im Sinne der nachfolgenden rechtlichen Fragestellungen zu konkretisieren, wird die Untersuchung auf nutzergenerierte Beiträge auf den (derzeit) wichtigsten Social Media Plattformen beschränkt, die im Folgenden dargestellt werden sollen.

D.  Aktuelle Ausprägungen von Social Media Plattformen

Der Begriff der Sozialen Medien gilt als Sammelbegriff für verschiedene Angebote und Formen digital vernetzter Medien, wobei die Vielfalt von Social Web-Anwendungen so groß ist, wie es Interessen gibt. Sie lassen sich grundsätzlich in zwei Kategorien einteilen, wobei der Fokus zum einen auf der Kommunikation, zum anderen auf dem Inhalt liegt, den die Nutzer generieren und untereinander austauschen. Neben Sozialen Netzwerken gelten Multimediaplattformen, Webblogs bzw. Microblogs als wichtigste Ausprägungen von Social Media Plattformen.36 Diese Aufzählung ist aufgrund der Vielfalt und hohen Dynamik des Feldes keinesfalls abschließend. Die Plattformen sind teilweise miteinander vernetzt und bieten ähnliche Funktionen an, sodass eine Abgrenzung zu anderen Web 2.0-Erscheinungen schwierig ist. Die nachfolgenden Ausführungen sollen daher nur einen groben Überblick der bekanntesten und populärsten Ausprägungen des Web 2.0 aufzeigen, auf die sich der Untersuchungsgegenstand beschränkt.

I.  Soziale Netzwerke

Soziale Netzwerke, auch Social Networks, Social Networking Plattformen oder Communities37 genannt, haben das Social Web geprägt wie kein anderes Medium.38 Man versteht darunter Kommunikationsplattformen, deren Benutzergruppen sich nach Interessenkreisen, Vorlieben oder sozialen Strukturen zusammenschließen.39 Wesentlich sind dabei drei Ausdrucksformen menschlichen Verhaltens: „express, ← 31 | 32 → connect and share“.40 Die Netzwerke bieten ihren Nutzern ein Kontakt- oder Beziehungsnetzwerk, in dessen Vordergrund die Selbstdarstellung des Nutzers durch ein eigenes Profil steht. Neben der Profilerstellung und Vernetzung mit anderen Personen, stehen dem Nutzer vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten zur Verfügung, die einen schnellen Austausch von (unzensierten) Informationen und Meinungen ermöglichen.41

Das bekannteste Soziale Netzwerk, mit geschätzt 1,23 Milliarden Nutzern weltweit und damit unbestrittener Marktführer, ist derzeit Facebook.42 Allein in Deutschland zählt das Netzwerk nach Angaben des Unternehmens über 34 Millionen Nutzer.43 Die kommerzielle Plattform, wörtlich mit „Gesichtsbuch“ übersetzt, hat sich seit der Erfindung durch den Harvard-Studenten Mark Zuckerberg im Jahre 2004 zu einem Milliardenkonzern entwickelt und gilt als größte Unterhaltungs-Website der Welt.44 Das Unternehmen selbst beschreibt seine Philosophie mit den Worten

Facebook’s mission is to give people the power to share and make the world more open and connected “.45

Auf Facebook können Mitglieder mit Freunden in Kontakt bleiben, neue Kontakte knüpfen, sich mit diesen über Neuigkeiten austauschen, beliebig viele Fotos, Links und Videos einstellen und miteinander teilen. Facebook bietet dabei nicht nur Profile für Privatpersonen an, sondern auch Unternehmen verfügen regelmäßig über eine eigene Facebook-Seite, sog. Fanpage, um sich als Marke auch einer jüngeren Zielgruppe zu präsentieren.46

Größter Konkurrent des Netzwerks Facebook mit derzeit rund 500 Millionen Mitgliedern weltweit, ist die Plattform Google+.47 Das Netzwerk gilt als das am schnellsten wachsende Soziale Netzwerk der Geschichte und setzt mit seinen Communities und sog. ← 32 | 33 → Kreisen stärker auf die Diskussion der Mitglieder.48 Neben diversen privaten Sozialen Netzwerken existieren auch reine Businessnetzwerke wie LinkedIn49 oder Xing50, die eine professionelle Vernetzung von Fach- und Führungskräften sowie bestehenden oder potentiellen Geschäftspartnern ermöglichen. Statt privater Details wie Hobbies oder Interessen präsentieren die Teilnehmer dort ihren beruflichen Werdegang, um mit anderen Nutzern in Kontakt zu treten.51

II.  Multimediaplattformen

Multimediaplattformen zeichnen sich gegenüber Sozialen Netzwerken, die auf individuelle Profilbildung und Verknüpfung mit anderen Nutzern zielen, durch spezielle Inhalte aus, sog. Special Interest Communities.52 Dies können beispielsweise Videoclips, Fotos, Musikstücke oder Präsentationen sein, die auf meist kostenlos verfügbaren Speicherplatz hochgeladen und Dritten öffentlich zugänglich gemacht werden.53 Diese eingestellten Inhalte können durch andere Nutzer kommentiert oder weiter verbreitet werden.

Als bekannteste und größte Multimediaplattform für Videoclips gilt die zum Google-Konzern gehörende Plattform YouTube.54 Mehr als eine Milliarde Nutzer besuchen die Plattform jeden Monat, um auf dem Videoportal kostenlos Videoclips anzusehen, zu bewerten und selbst hochzuladen.55 Auch Unternehmen nutzen das Videoportal, um ihre Produkte und Dienstleistungen bekannt zu machen.56 Nach dem Motto „Broadcast yourself “ werden auf YouTube pro Minute 100 Stunden Videomaterial wie Film- und Fernsehausschnitte, Musikvideos sowie selbstgedrehten Filme ← 33 | 34 → jeglicher Thematik eingestellt.57 Bei der Fotocommunity Flickr58, als weiterer großer Vertreter der Gattung Multimediaplattform, sowie den neuen Bildernetzwerken Pinterest59 und Instagram60 steht dagegen das Veröffentlichen und Teilen von Fotografien im Vordergrund. Allein auf Instagram werden derzeit 20 Milliarden Bilder geteilt.61

III.  Weblogs bzw. Microblogs

Unter einem Weblog bzw. Blog versteht man eine regelmäßig aktualisierte Website mit chronologisch sortierten Einträgen (sog. Posts bzw. Postings“62) des Blogbetreibers bzw. „Bloggers“.63 Ein Blog ähnelt dabei in gewisser Weise einem Tagebuch dessen Aufzeichnungen nach Aktualität sortiert für andere Nutzer nachvollziehbar sind. Blogs bieten den Lesern dabei üblicherweise auch die Möglichkeit der Partizipation, indem diese die Beiträge selbst kommentieren und verlinken können.64 Die Beiträge können sich mit unterschiedlichsten Themen beschäftigen und reichen von persönlichen Urlaubsschilderungen, über literarische und politische Themen bis hin zu Fachthemen von Experten aus einem beruflichen Spezialgebiet.65

Microblogging ist eine Form des Bloggens, bei der die Nutzer kurze telegrammartige Textnachrichten auf einer Kommunikationsplattform veröffentlichen.66 Die wohl bekannteste Microblogging-Plattform ist derzeit Twitter, deren einzelne Beiträge („Tweets“) auf eine Länge von 140 Zeichen beschränkt sind und verschiedenartigste Themen betreffen können. Auf der Seite des Unternehmens heißt es dazu:

Twitter ist ein Echtzeit-Informationsnetzwerk, das Dich mit den neuesten Geschichten, Ideen, Meinungen und Nachrichten über das verbindet, was Du interessant findest“.67

Die Beiträge können dabei aus Texten oder Links auf interessante Websites, Fotos oder Videos bestehen, denen andere Nutzer „folgen“ können (sog. Follower). Indem man zum Follower anderer Nutzer wird, fließen deren Tweets in der sog. Timeline zusammen, einer beständig in Echtzeit aktualisierten Liste. Ein vorangestelltes „#“-Zeichen („Hashtag“) vor einem Begriff bestimmt dabei eine durchsuchbare Kategorie. Twitter ← 34 | 35 → dient neben dem Austausch von Informationen, Gedanken und Erfahrungen auch der Kommunikation, da die Follower die Kurzbeiträge wiederholen („retweeten“) oder selbst durch Kommentare und Diskussionen ergänzen können.68 Die Plattform wird mittlerweile von Privatpersonen, Organisationen, Unternehmen und Massenmedien gleichermaßen genutzt. Nach Firmeneigenen Angaben zählt der Microblog 241 Millionen aktive Nutzer und durchschnittlich 500 Millionen Tweets an nur einem Tag.69

E.  Funktionen von Social Media Anwendungen

Für die anschließende juristische Betrachtung ist die Darstellung der Funktionsweise der Social Media Anwendungen unabdingbar. Dabei soll aufgezeigt werden, wie die Mitglieder durch Profilbildung, Kommunikation und Beiträge auf den Plattformen (inter-)agieren können. Die Funktionalitäten der gängigsten Social Media Plattformen sind im Wesentlichen vergleichbar. Die bekannteste und meist genutzte Web 2.0-Plattform Facebook soll vorliegend als Beispiel herangezogen werden um die Aktions- und Interaktionsmöglichkeiten der Nutzer darzustellen.

I.  Registrierung und Profilbildung

Jeder, der nach eigenen Angaben mindestens 13 Jahre alt ist, kann sich als Nutzer von Facebook registrieren. Dazu werden neben dem Geburtsdatum ein Username, ein Passwort und eine E-Mail-Adresse benötigt. Grundsätzlich erfordert die Anmeldung bei den gängigen Sozialen Netzwerken wie Facebook als Username die Angabe des Klarnamens, wobei diese Vorgabe jedoch leicht umgangen werden kann und auch von vielen Nutzern tatsächlich nicht eingehalten wird. Nach dem ersten Login wird der Nutzer dazu aufgefordert, ein persönliches Profil zu erstellen. Hierzu können (Profil-)Fotos und Videos, Kontaktdaten und Beruf sowie Interessen, Hobbys, Aufenthaltsorte bis hin zum Beziehungsstaus angegeben werden.70 Welche Daten in welchem Umfang der Nutzer dabei Preis gibt, bleibt grundsätzlich ihm überlassen.71 Er kann dabei auch selbst bestimmen, ob die Angaben öffentlich für alle registrierten Facebook-Nutzer einsehbar sind, oder der Zugriff auf ausgewählte Personen oder Personengruppen beschränkt bleibt. Die Nutzer geben damit eingestellte Informationen einem selbst bestimmten Personenkreis preis.72 Ausgehend von diesem Profil kann der Facebook-Nutzer zu anderen Mitgliedern Kontakt knüpfen, indem er diesen sog. Freundschaftsanfragen zusendet oder Kontaktanfragen anderer bestätigt. Sodann kann der Nutzer mit seinen Kontakten innerhalb des Netzwerkes interagieren. ← 35 | 36 →

II.  Pinnwand/ „Wall“

Jeder Nutzer hat auf seiner Profilseite eine sog. Pinnwand- bzw. Wall-Funktion, auf welcher der Nutzer selbst, dessen Kontakte, oder je nach Einstellung, andere Facebook-Nutzer Textnachrichten, Bilder- und Videolinks hinterlassen können. Die Pinnwand stellt dabei den zentralen Bereich der persönlichen Profilseite dar. Der Nutzer kann auf der Pinnwand den eigenen Status aktualisieren, indem er in dem Feld mit der Frage „Was machst du gerade?“ Auskunft über sich gibt, oder Fotos und Videos hoch lädt. Diese können wiederum durch den Pinnwand-Inhaber und dessen Kontakte kommentiert werden, wobei die Einträge chronologisch aufgelistet werden. Die Nutzer können durch ihre Beiträge auf der Pinnwand ähnlich einem Chat kommunizieren. Lädt der Nutzer Fotos seiner Kontakte in dem Netzwerk hoch, kann er die abgebildeten Personen auf den Fotos verlinken, d.h. einen Link auf das Profil des Abgebildeten setzen.

III.  Private Nachrichten und Interessengruppen

Neben der öffentlich sichtbaren Kommunikation über die eigene oder fremde Pinnwand kann der Nutzer auch private Nachrichten an andere Nutzer des Netzwerks senden. Die Funktionsweise ähnelt dabei einer E-Mail, die allerdings ausschließlich über den Server der Online-Community abläuft. Sind beide Kommunikationspartner online und im Netzwerk eingeloggt, können die Nachrichten auch in einem Chat und damit in Echtzeit kommunizieren. Die Nutzer können sich ferner in Interessengruppen, sog. Facebook-Gruppen, zusammenschließen, um über ein bestimmtes Thema zu diskutieren oder auf persönliche Interessen, Lebenssituationen oder Einstellungen aufmerksam zu machen. Die in der Gruppe „geposteten“ Beiträge sind nur für Gruppenmitglieder sichtbar. Die Gruppen können dabei jedem Nutzer offenstehen oder geschlossen sein, sodass eine Mitgliedschaft nur auf Einladung erfolgt.

IV.  „Gefällt mir“/ „Like“-Funktion

Der „Gefällt mir“- bzw. „Like“-Button stellt eine der zentralen Funktionen von Facebook dar und ermöglicht es dem Nutzer, jeden Post, also Statusupdates, Pinnwandbeiträge, bestimmte Facebook-Seiten, Fotos und Videolinks durch Drücken einer dafür vorgesehenen Schaltfläche, positiv zu bewerten, bzw. zu „liken“73. Die Kontakte des jeweiligen Nutzers können durch einen entsprechenden Hinweis auf ihrer Pinnwand nachvollziehen, an welchen Inhalten ihr Kontakt Gefallen findet und durch Betätigen des „Like“-Buttons den entsprechenden Inhalt auch für die eigenen Kontakte ← 36 | 37 → sichtbar machen. Dies ermöglicht die rasche Verbreitung spezifischer Inhalte über die jeweiligen Kontakte der Nutzer und fördert den Netzwerkeffekt. Die Beliebtheit bestimmter Einträge lässt sich anhand der Anzahl der „Gefällt mir“-Klicks auf einer Anzeige unter dem jeweiligen Beitrag nachvollziehen. Das Unternehmen Facebook entschied sich bisher trotz einiger Proteste seiner Nutzer gegen die Schaffung eines entsprechenden „Dislike“-Buttons, da es sich um die destruktive Wirkung negativer Kommentare fürchtete.74

V.  „Teilen“/ „Share“-Funktion

Neben der „Like“-Funktion können bestimmte Inhalte auch über die Funktion „Teilen“ bzw. „Share“ den Facebook-Kontakten zugänglich gemacht werden. Dabei erscheint der „geteilte“ Beitrag vollständig auf der Pinnwand des entsprechenden Nutzers und kann dort eigenständig von dessen Kontakten kommentiert werden. Auf der Pinnwand des teilenden Nutzers erscheint zudem ein Link zur ursprünglichen Quelle, während auf der ursprünglichen Seite ein Vermerk über das „Teilen“ durch den jeweiligen Nutzer angezeigt wird.

VI.  Neuigkeiten/ „News Feed“

Der News Feed zeigt als Teil der Startseite aktuellste Beiträge der verbundenen Kontakte an, wobei die Auswahl der angezeigten Beiträge über einen Algorithmus erfolgt, der auf das bisherige Online-Verhalten und damit die mutmaßlichen Interessen des Facebook-Mitglieds abgestimmt ist.75 Damit sollen die Nutzer nicht nur über die neusten Ereignisse in ihrem Freundeskreis auf dem Laufenden gehalten werden, sondern durch die interessengerechten Beiträge an die Plattform gebunden werden. Jeder Nutzer hat die Möglichkeit, die Beiträge seiner Freunde zu kommentieren, zu „liken“ und zu „teilen“. Der Austausch von Informationen und die damit verbundene Kommunikation und Interaktion dient dem Aufbau und der Pflege sozialer Beziehungen sowie der eigenen Selbstdarstellung. ← 37 | 38 →

F.  Entwicklung von Social Media und Ausblick

Von der Erfindung des Telefons durch Elisha Grey und Alexander Bell im Jahre 1870, über die elektromagnetischen Signalübertragung als Grundstein der heutigen digitalen Kommunikation, bis zum heutigen Hashtag auf Twitter hat sich die Kommunikation zwischen den Menschen stetig verändert.76 Durch Soziale Medien ist die Kommunikation direkter, intensiver und schneller geworden.77 Das Social Web erfindet sich dabei ständig neu. Heutige Nutzerzahlen und Beliebtheitsskalen bestimmter Online-Plattformen können bereits morgen überholt sein. Waren beispielsweise Ende der 2000er Jahre die VZ-Netzwerke78 und Plattformen wie wer-kennt-wen oder Lokalisten im deutschsprachigen Raum populär, sehen sich diese mittlerweile durch den jetzigen Marktführer Facebook verdrängt. In Ländern wie China sind dagegen andere Social Networking Websites wie Qzone79 oder Sina Weibo80 populär.81 Ob Soziale Medien kurzlebig sind, oder sich auf lange Sicht etablieren, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Die Entwicklung von Sozialen Medien vollzieht sich grundsätzlich auf drei Ebenen82: Ausgangspunkt ist die individuelle Ebene, d.h. die Beteiligung von Nutzern an der Gestaltung der Internetangebote. Die technologische Ebene bietet die Grundlage für die tatsächlichen, sichtbaren Ausprägungen und die verfügbaren Anwendungen. Alle direkten und indirekten Auswirkungen auf gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen sind von der sozioökonomischen Ebene umfasst. Das Ausmaß der Beteiligung der Nutzer variiert dabei stark, je nach Verhalten des Individuums, seinen Wünschen, Erfahrungen, Fähigkeiten und Gewohnheiten.83 Aufgrund von Entwicklungen auf der technologischen Ebene ← 38 | 39 → entstehen neue Formen der Kommunikation und neue Verhaltensweisen der Nutzer.84 Der uneingeschränkte Zugang zu sozialen Technologien beeinflusst die ökonomischen Strukturen, Kommunikationsformen und Verhaltensweisen.

Wie sich die Social Media Angebote in den nächsten Jahren entwickeln ist schwer vorhersagbar.85 Die Kommunikation in oder über Soziale Medien ist jedoch kein vorübergehendes Phänomen. Sollten auch einzelnen Plattformen durch andere ersetzt werden, so bleibt doch die Art der Nutzung und Kommunikation im Internet bestehen. Rechtliche Fragestellungen im Zusammenhang mit Sozialen Medien werden auch in Zukunft ein wichtiges Thema sein und weiterhin an Relevanz hinzugewinnen. ← 39 | 40 →


7 Huber, S. 16; Ohrmann, S. 2; Krischker, JA 2013, 488; Erd, NVwZ 2011, 19; Bauer C., User Generated Content, S. 1, 9; siehe hierzu auch Henrichs/Wilhelm, Kriminalistik 2010, 30 f.

8 Die Bezeichnung Web 2.0 entstammt der Software-Entwicklung, bei der Entwicklungsstufen von Computerprogrammen mit der Maßgabe benannt werden, dass der Schritt von 1.0 auf 2.0 eine grundlegend überarbeitete Version desselben Programms beschreibt. Vgl. Weigl, S. 18. Siehe hierzu auch Folger, S. 19.

9 BITKOM Studie „Social Media in Deutschland“, vom 31.10.2013, abrufbar unter https://www.bitkom.org/Bitkom/Publikationen/Soziale-Netzwerke-dritte-erweiterte-Studie.html (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015). Zur Begriffsbestimmung „Social Network“ bzw. „Soziales Netzwerk“ siehe die Ausführungen in Kapitel D I.

10 Als Digital Native beschreibt man eine Person, die mit digitalen Technologien aufgewachsen ist und in ihrer Benutzung geübt ist. Vgl. http://www.duden.de/rechtschreibung/Digital_Native (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015). Hierzu auch Palfrey/Gasser, S. 112; Ohly, AfP 2011, 428.

11 Studie von Ernst & Young aus dem Jahr 2011: „The Digitalisation of everything“, abrufbar unter http://www.ey.com/Publication/vwLUAssets/The_digitisation_of_everything_-_How_organisations_must_adapt_to_changing_consumer_behaviour/$FILE/EY_Digitisation_of_everything.pdf (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

12 Kurz/Rieger, S. 13.

13 Der Begriff „Googleability“ ist eine Zusammensetzung der Wörter „Google“ und „ability“ und meint die Möglichkeit bzw. Wahrscheinlichkeit von einer Suchmaschine im Internet gefunden zu werden. Zur Worterklärung siehe bspw. http://en.wiktionary.org/wiki/googleability (zuletzt aufgerufen am 28.01.2015).

14 Zur digitalen Persönlichkeit siehe auch Luch/Schulz/Kuhlmann, EuR 2014, 698, (711).

15 Der Begriff „Prosument“ (im engl. „prosumer“) ist eine Wortkreuzung als „Produzent“ und „Konsument“ (im engl. „professional“ und „consumer“). Siehe hierzu http://de.wikipedia.org/wiki/Prosument (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

16 Determann, BB 2013, 181, (182); Siehe hierzu auch Folger, S. 25.

17 Hierzu Bauer C., User Generated Content, S. 10.

18 Siehe hierzu Determann, BB 2013, 181, (182). Günther, ArbR-Aktuell 2013, 223; Oberwetter, NJW 2011, 417.

19 Der „Arabische Frühling“ bezeichnet eine im Dezember 2010 beginnende Serie von Protesten, Aufständen und Revolutionen in der arabischen Welt welche sich gegen die dort autoritär herrschenden Regime und die politischen und sozialen Strukturen dieser Länder richten. Die Proteste organisierten und mobilisierten sich dabei auch über das Internet und Soziale Medien. Siehe hierzu Heise Online „Arabischer Frühling“ unter http://www.heise.de/tp/artikel/42/42616/3.html (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

20 Als „Hashtag“ bezeichnet man ein Wort oder eine Zeichenkette mit vorangestelltem Doppelkreuz (#). Diese Form der Verschlagwortung innerhalb des Fließtextes dient der Erleichterung der Suche nach bestimmten Themen. Siehe hierzu Kapitel D III.

21 Dittler/Hoyer-Busemann, S. 31.

22 Schmidt, S. 11; Rohrlich, S. 13.

23 Kaplan/Haenlein, S. 59. Zum Begriff des User Generated Content siehe hierzu sogleich die Ausführungen in Kapitel C.

24 Ausführlich hierzu Bruns, AfP 2011, 421, (422).

25 Siehe hierzu Hoeren/Basinger-Piltz/Trinkl, Kap. 13, Rn. 10.

26 Aus dem engl. „to plug (in)“ (= anschließen) und „to play“ (= spielen). Zur Begriffserklärung siehe http://www.duden.de/rechtschreibung/Plug_and_play (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015). Zur Plug and Play-Falle auch Heckmann, NJW 2012, 2631, (2633).

27 Hierzu auch Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 34.

28 Schmidt, Social Media, S. 10; Weigl, S. 22; Heckmann, NJW 2012, 2631, (2633).

29 Heckmann, NJW 2012, 2631, (2633).

30 Siehe hierzu Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 15; Huber, S. 10; Bauer C., User Generated Content, S. 7 ff.; Hoeren/Basinger-Piltz/Trinkl, Kap. 13, Rn. 8.

31 Zur wörtlichen Bedeutung des Begriffs siehe Bauer C., User Generated Content, S. 11 ff.

32 Zur Einordung des UGC in Beitragskategorien siehe Große Ruse-Khan/Klass/v.Lewinski-Bauer, S. 4 ff. Die häufigste Form nutzergenierter Internetinhalte sind danach selbst verfasste Textbeiträge. Der am stärksten wachsende Typus von UGC sind digitale Videodateien, wie bspw. selbstgedrehte Amateurvideos, die im Internet veröffentlicht werden.

33 Siehe hierzu Bauer C., User Generated Content, S. 15 ff.

34 Bauer C., User Generated Content, S. 26.

35 Einen Eindruck der medialen Bandbreite des UGC vermittelt Bauer C., User Generated Content, S. 29 ff.

36 Vgl. Schmidt, S. 11 ff. Siehe hierzu auch Ohrmann, S. 2; Henrichs/Wilhelm, Kriminalistik 2010, 30 f.; Ihwas, S. 34 f.

37 Eine Community ist eine Gemeinschaft oder Gruppe von Personen, die Wissen tauschen, sich beraten oder auch einfach nur Kontakte zueinander knüpfen, siehe Huber, S. 226.

38 Siehe hierzu ausführlich Ihwas, S. 36 ff.; Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 34; Weigl, S. 17. Der Begriff Social Network stammt aus der Soziologie und beschreibt die Analyse der Qualität zwischenmenschlicher Bindungen und fasst verschiedene Anwendungen, die der eigenen Kontaktpflege im Internet dienen zusammen. Huber, S. 64 f. Hierzu auch Henrichs/Wilhelm, Kriminalistik 2010, 30, (31).

39 Vgl. Lichtnecker, GRUR 2013, 135 ff.; Oberwetter, NJW 2011, 417; Determann, BB 2013, 181; Henrichs/Wilhelm, Kriminalistik 2010, 30, (31).

40 Henrichs/Wilhelm, Kriminalistik 2010, 30, (31).

41 Siehe hierzu sogleich die Ausführungen in Kapitel E.

42 http://www.facebook.com/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

43 Stand Januar 2014. Vgl. Klinkhammer/Müllejans, ArbR-Aktuell 2015, 503.

44 Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 35.

45 http://www.facebook.com/facebook (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

46 Fanpages sind spezielle Benutzer-Accounts, die von Unternehmen, gemeinnützigen Einrichtungen, Künstlern und Prominenten eingerichtet werden können. Siehe hierzu Buchner, DuD 2014, 120; Rosenbaum/Tölle, MMR 2013, 209. Als Beispiel siehe nur die Facebook-Fanpage von Adidas, abrufbar unter http://www.facebook.com/adidas?ref=ts&fref=ts (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015) mit rund 18 Millionen „Gefällt-mir“-Angaben.

47 Google+ ist ein im Jahr 2011 gegründetes Soziales Netzwerk des Google-Konzerns. Der 1998 von den Studenten Larry Page und Sergey Brin als Start-up gegründete Suchmaschinen-Riese Google gehört heute zu den mächtigsten Milliardenkonzernen der Welt. Der Duden nahm das Wort „googeln“ 2004 in sein Wörterbuch auf und definiert das Wort als „im Internet, bes. in Google suchen“. Vgl. http://www.duden.de/rechtschreibung/googeln (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015). Hierzu auch Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 39 f. Zu den Nutzerzahlen siehe die Angaben des SocialMedia Institute (SMI), abrufbar unter http://socialmedia-institute.com/uebersicht-aktueller-social-media-nutzerzahlen/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

48 Siehe hierzu Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 39; Ohly, AfP 2011, 428, (430).

49 http://www.linkedin.com/about-us (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015). Nach firmeneigenen Angaben ist das Soziale Netzwerk LinkedIn mit über 350 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern und Regionen das größte Online-Berufsnetzwerk der Welt.

50 http://www.xing.com/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015). Das börsennotierte Unternehmen ist hauptsächlich eine Plattform für Geschäftsnetzwerke im deutschsprachigen Raum.

51 Siehe hierzu Determann, BB 2013, 181.

52 Schmidt, S. 12; Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 40.

53 Hierzu auch Weigl, S. 18.

54 http://www.youtube.com/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

55 http://www.youtube.com/yt/press/de/statistics.html (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

56 „Erfolgsgeschichten“ von Werbemaßnahmen verschiedener Unternehmen finden sich bspw. unter http://www.youtube.com/yt/advertise/de/success-stories.html (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

57 Siehe hierzu http://www.youtube.com/yt/press/de/statistics.html (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015). Hierzu auch Henrichs/Wilhelm, Kriminalistik 2010, 30, (31).

58 http://www.flickr.com/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

59 http://about.pinterest.com/de (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

60 http://instagram.com/# (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

61 http://instagram.com/press/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

62 Als Post, bzw. Posting, bezeichnet man einen einzelnen Beitrag oder eine Mitteilung innerhalb einer Web 2.0-Anwendung. Vgl. Huber, S. 229.

63 Der Blog besteht dabei unter einer eindeutigen kontinuierlichen Internetadresse (URL). Siehe hierzu Große Ruse-Khan/Klass/v. Lewinski, S. 6; Weigl, S. 16; Schmidt, S. 12.

64 Weigl, S. 17.

65 Siehe hierzu Schmidt, S. 13; Dittler/Hoyer, S. 14.

66 Schwenke, S. 10; Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 37 f.

67 http://about.twitter.com/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

68 Solmecke/Wahlers, Recht im Social Web, S. 38.

69 SocialMedia Institute (SMI), abrufbar unter http://socialmedia-institute.com/uebersicht-aktueller-social-media-nutzerzahlen/ (zuletzt aufgerufen am 25.07.2015).

70 Siehe hierzu auch Jandt/Roßnagel, MMR 2011, 637; Henrichs/Wilhelm, Kriminalistik 2010, 30, (31).

71 Hierzu Weigl, S. 17.

72 Siehe hierzu Bruns, AfP 2011, 421, (425).

73 http://www.facebook.com/like/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015). In Form eines Social Plugins kann die Funktion auch auf externen Webseiten eingebettet sein und somit auch externe Inhalte positiv bestätigt und mit den Facebook-Kontakten geteilt werden. Siehe hierzu die Ausführungen unter Teil 3 E.

74 Siehe hierzu Die Welt vom 16.12.2009, „Warum Facebook den „Dislike“-Button nicht mag“, abrufbar unter http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article5549617/Warum-Facebook-den-Dislike-Button-nicht-mag.html (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

75 Siehe hierzu Will Oremus am 24.04.2014: „Facebook’s New Secret Sauce – The social network keeps getting more addictive. Here’s how“, abrufbar unter http://www.slate.com/articles/technology/technology/2014/04/facebook_news_feed_edgerank_facebook_algorithms_facebook_machine_learning.single.html (zuletzt aufgerufen am 20.07.2015). Zum Tracking der Nutzerinteressen siehe auch die Ausführungen in Teil 3.

76 Vgl. Nathan Ensmenger am 04.04.2006: „History of communications“, abrufbar unter http://learn.fi.edu/learn/case-files/communication.html (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

77 Heckmann, NJW 2012, 2631, (2634). Nach Ohly hat das Internet das Kommunikationsverhalten einer ganzen Generation verändert, in AfP 2011, 428.

78 Bspw. StudiVZ und SchülerVZ.

79 http://qzone.qq.com/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

80 http://overseas.weibo.com/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

81 Siehe hierzu Steven Millward am 13.03.2013: „Check out the Numbers on China’s Top 10 Social Media Sites (Infographic)“, abrufbar unter http://www.techinasia.com/2013-china-top-10-social-sites-infographic/ (zuletzt aufgerufen am 28.10.2015).

82 Michelis/Schildhauer, S. 19 ff.

83 Vgl. Michelis/Schildhauer, S. 24. Die Nutzer werden dabei nach „aktiver“, „reaktiver“ oder „passiver“ Nutzer charakterisiert. Nur 1% der Nutzer zählt zum aktiven Segment, das regelmäßig eigene Inhalte erstellt. 9% Prozent der Nutzer erstellen nur selten Inhalte, sondern sie reagieren auf Inhalte aktiver Nutzer durch Kommentare oder Bewertungen. 90% der Nutzer verhalten sich dagegen passiv und beschränken sich auf das Konsumieren der Inhalte. Siehe hierzu auch Jakob Nielsen vom 09.10.2006, „The 90-9-1 Rule for Participation Inequality in Social Media and Online Communities“, abrufbar unter http://www.useit.com/alertbox/participation_inequality.html (zuletzt aufgerufen am 25.02.2015).

84 Auf technologischer Ebene bezeichnet der Begriff Social Media beschreibbare Internetangebote, die aus inhaltlichen und technischen Modulen zusammengesetzt sind. Über offene Schnittstellen können diese Module automatisch ausgetauscht und variabel zu neuen Angeboten kombiniert werden. Zentrale Prinzipien der technologischen Ebene: sind Modularität, Automatisierung und Variabilität. Siehe hierzu Michelis/Schildhauer, S. 22 ff.

85 Anhaltspunkte und Prognosen liefert der jährlich erscheinende „Gartner’s Hype Cycle for Emerging Technologies“, für das Jahr 2014 abrufbar unter http://www.gartner.com/newsroom/id/2819918 (zuletzt aufgerufen am 20.07.2015).