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Mit Forscherdrang und Abenteuerlust

Expeditionen und Forschungsreisen Kieler Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler

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Edited By Oliver Auge and Martin Göllnitz

Der Sammelband vereint in sich zehn Beiträge der Ringvorlesung mit dem Titel «Mit Forscherdrang und Abenteuerlust», die die Abteilung für Regionalgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel im Sommersemester 2016 durchgeführt hat. In ihren verschriftlichten Beiträgen betrachten die Autorinnen und Autoren des Bandes die Geschichte der Expeditions- und Forschungsreisen als interuniversitäres und transnationales Phänomen. Erstmalig wird konkret für eine Hochschule und der an ihr forschenden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach der Bedeutung und Relevanz von Expeditionen und Forschungsreisen gefragt. Dadurch erarbeiten sie unter anderem für die dänische Galathea-, die englische Challenger- oder die Kieler Plankton-Expedition gänzlich neue Erkenntnisse und Ergebnisse.

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„In’s Wasser geworfenes Geld“? Eine Kontextualisierung der öffentlichen Kontroverse um die Plankton-Expedition von 1889 (Lisa Kragh)

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Lisa Kragh

„In’s Wasser geworfenes Geld“? Eine Kontextualisierung der öffentlichen Kontroverse um die Plankton-Expedition von 1889

„Wohl keiner, der ungerufen Zeuge eines häuslichen Streites ist, wird sich eines unbehaglichen Gefühls erwehren können, denn gewöhnlich ist er nicht so vollständig in die Verhältnisse eingeweiht, dass er sich ein selbständiges Urteil bilden kann. […] Und doch möchte ich die Aufmerksamkeit auf einen Fall von einer Streitigkeit innerhalb der Wissenschaft lenken, auf den Streit zwischen Professor Häckel in Jena und Mitgliedern der deutschen Planktonexpedition, denn die Sache ist längst dem Kreise der Gelehrten entrückt und durch Tagesblätter und andere Zeitschriften ins Volk getragen.“1

Mit diesen Worten begann der Kieler Pädagoge Friedrich Junge (1832–1905) seine Darstellung des Forschungsstreits um die Kieler Planktonexpedition von 1889.2 Dabei sprach Junge zwei ganz wesentliche Aspekte an, die es in diesem Zusammenhang zu berücksichtigen gilt: Zum einen die Schwierigkeit, die es Außenstehenden bereiten musste, die komplexen Umstände des Streits zu ergründen, um sich ein Urteil darüber zu bilden, und zum anderen die Rezeption der Geschehnisse nicht nur in Wissenschaftskreisen, sondern über die Massenmedien auch in der breiten Öffentlichkeit. Gerade Letzteres gab der Kontroverse eine derartige Dynamik, dass das Vordringen zu Ersterem, den Auslösern, noch zusätzlich erschwert wurde.

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