Show Less
Restricted access

Informationsstrukturierung in Wirtschaftstexten

Series:

Krzysztof Nycz

Das Buch untersucht das Phänomen der Informationsstrukturierung in Wirtschaftstexten. Der Autor richtet sein Augenmerk auf die informationsstrukturelle Analyse von deutsch- und polnischsprachigen Marktberichten und –kommentaren und legt der Untersuchung den Quaestio-Ansatz von Wolfgang Klein und Christiane von Stutterheim zugrunde. Die materialintensiven empirisch orientierten Analysen geben Aufschluss über relevante Aspekte der Informationsentfaltung, Formen der Referenzen und der daraus resultierenden Textstrukturierung. Auf Grund des zweisprachigen Textkorpus bietet sich eine kontrastive Betrachtung deutscher und polnischer Fachtexte im Hinblick auf deren Informationsstruktur sowie Prinzipien der Fokussierung einzelner Informationseinheiten an.

Show Summary Details
Restricted access

0. Einleitung

Extract

0. Einleitung

0.1. Gegenstand der Arbeit

Die Fachsprachenforscher der 1960er und 1970er Jahre waren darum bemüht, fachsprachliche Besonderheiten vorerst innerhalb eines bestimmten Teilgebietes der Linguistik, etwa auf der lexikalischen und morphosyntaktischen Ebene, mehr oder weniger systematisch zu erfassen. In der Folgezeit wurde immer deutlicher, dass die Fachterminologie sowie die (fachtext-) spezifische Verwendung ausgewählter syntaktischer Strukturen zwar ein relevantes Beschreibungsinstrument darstellen, dass jedoch der Gesamtzusammenhang zwischen fachsprachlichen Einzelphänomenen erst dann umfassend erforscht werden kann, wenn eine komplexere Untersuchungsgrundlage, nämlich die Ebene des Textes, einbezogen wird (vgl. Hoffmann 1982: 25 ff.; Baumann 1992: 2 ff.). Die Hinwendung zum Text in den 1980er Jahren hat die Schwerpunkte der Fachsprachenforschung wesentlich verlagert und zugleich deutlich gemacht, dass (Fach-)Texte komplexe strukturell-funktionale Einheiten sind und als Ensemble spezifischer lexikalischer und morphosyntaktischer Konstituenten sowie textorganisierender Prinzipien die Funktion haben, die (Fach-)Kommunikation möglichst effizient zu gewährleisten (vgl. Baumann 1992: 3). Mit der so genannten kognitiven Wende in den 1990er Jahren wurde ferner auf das dialektische Verhältnis von Sprache und Denken verwiesen.1 Damit ist die kommunikative Umsetzung von kognitiven Prozessen, die der Konstituierung und Rezeption von Texten zugrunde liegen und sich durch spezifische strukturelle und funktionale Relationen von Informationsstrukturen auf der Textebene manifestieren, in den Mittelpunkt des sprachwissenschaftlichen Interesses gerückt.

Die Textproduktion ist hierbei bekanntlich ein sehr komplexer Prozess, der in mehreren Phasen, auf verschiedenen Ebenen und unter vielfältigen Bedingungen abläuft.2 Bis ein Text tatsächlich konstituiert wird, muss der Textproduzent...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.