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Bildliteralität im Übergang von Literatur und Film

Eine interdisziplinäre Aufgabe und Chance kompetenzorientierter Fachdidaktik

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Edited By Henriette Hoppe, Claudia Vorst and Christian Weißenburger

Obwohl sich der Film als Gegenstand im Deutschunterricht etabliert hat, stellt sich die Frage nach Unterrichtskonzepten stetig neu. Dieser Sammelband thematisiert die permanente Veränderung der Inhalte, die im Kontext der Ausprägung von Visual Literacy zu betrachten sind, und fragt nach den Potenzialen, die neue Medien und Formate durch ihre vielfältigen Bild-Text-Bezüge bergen.

Die Beiträge beantworten diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven, von der Literaturdidaktik über die Filmwissenschaft bis hin zur Medienpädagogik. Der Band legt den Fokus auf die Verknüpfung von schulischer und außerschulischer Medienarbeit und diskutiert Anknüpfungsmöglichkeiten für den Deutschunterricht durch die außerschulische Medienarbeit im Kino oder an weiteren außerschulischen Lernorten sowie in anderen Fächern.

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Lernort Kino: zwischen Events und Kompetenz. Chancen der lernbereichsintegrativen Filmarbeit in Schule und Hochschule (Christian Weißenburger)

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Christian Weißenburger

Lernort Kino: zwischen Events und Kompetenz. Chancen der lernbereichsintegrativen Filmarbeit in Schule und Hochschule

Abstract: The paper follows the question which potential cinema as an extracurricular place of learning offers. Selected examples show that the Kikife, a film festival for children, can be used to broaden pupils’ and students’ knowledege in terms of film education.

Natur, Kunst, Musik, auch Sport, das ist nie die Sahne auf dem Kuchen, das ist immer die Hefe im Teig einer Gesellschaft. Und wenn die Schule das vermittelt, wenn sie diese Fähigkeiten herausfordert und intellektuelle Fähigkeiten stärkt, dann hat sie ihren Dienst richtig getan. (Bundespräsident Johannes Rau 2003)

Einleitung

Filme als „laufende Bilder“ sind inzwischen wesentlicher Bestandteil der kindlichen Lebenswelt. Mediennutzungsstudien belegen, dass das Fernsehen von etwa 80 % der Heranwachsenden täglich rezipiert wird, mithin eine der häufigsten Freizeitaktivitäten darstellt. Das Smartphone und Computer mit Internetanschluss, auf denen man sich auch mit bewegten Bildern wie beispielsweise YouTube-Videos1 beschäftigen kann, sind darüber hinaus die meistgenutzten Medien bei Jugendlichen (vgl. KIM-Studie 2016, S. 10; JIM-Studie 2015, S. 11). Ihre Lebenswelt ist in der Informationsgesellschaft zunehmend zur „Medienwelt“ geworden (Baacke/Sander/Vollbrecht 1990). Neben den traditionellen Medien Sprache und Schrift haben sich offensichtlich moderne Symmedien2 wie beispielsweise Film ← 117 | 118 → und der Computer etabliert. Deren Attraktivität speist sich im Wesentlichen aus einer neuen Form der Interaktivität, welche den Rezipienten neue Zugangsmöglichkeiten bietet...

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