Show Less
Restricted access

Bildliteralität im Übergang von Literatur und Film

Eine interdisziplinäre Aufgabe und Chance kompetenzorientierter Fachdidaktik

Series:

Henriette Hoppe, Claudia Vorst and Christian Weißenburger

Obwohl sich der Film als Gegenstand im Deutschunterricht etabliert hat, stellt sich die Frage nach Unterrichtskonzepten stetig neu. Dieser Sammelband thematisiert die permanente Veränderung der Inhalte, die im Kontext der Ausprägung von Visual Literacy zu betrachten sind, und fragt nach den Potenzialen, die neue Medien und Formate durch ihre vielfältigen Bild-Text-Bezüge bergen.

Die Beiträge beantworten diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven, von der Literaturdidaktik über die Filmwissenschaft bis hin zur Medienpädagogik. Der Band legt den Fokus auf die Verknüpfung von schulischer und außerschulischer Medienarbeit und diskutiert Anknüpfungsmöglichkeiten für den Deutschunterricht durch die außerschulische Medienarbeit im Kino oder an weiteren außerschulischen Lernorten sowie in anderen Fächern.

Show Summary Details
Restricted access

Stop and Go – Videobasierte Beobachtungen zur Arbeit mit Boardstories im Literaturunterricht (Ricarda Freudenberg)

Extract

| 159 →

Ricarda Freudenberg

Stop and Go – Videobasierte Beobachtungen zur Arbeit mit Boardstories im Literaturunterricht

Abstract: On discussing a web-based learning opportunity, a kind of transformed and edited picture books, the argumentation focusses on its chances of developing literary literacy. The data acquired by videography demonstrate how the teacher makes use of it in order to decelerate and therefore intensify the process of understanding.

Ermöglicht die Digitalisierung im Klassenzimmer umfassendere gesellschaftliche Teilhabe und fördert so mehr Chancengerechtigkeit? Welche Auswirkungen hat das Lernen mit Hilfe digitaler Medienformate auf Denkstrukturen und Persönlichkeitsentwicklung? Welche Rolle werden künftig noch real anwesende Lehrpersonen und die soziale Interaktion im Klassenverband spielen? Diese Fragen diskutierten kürzlich zwei von der Süddeutschen Zeitung eingeladene Medienexperten überaus kontrovers (vgl. Klein/Nimz 2017, Web). „Ein Plädoyer für den analogen Unterricht“, so lautet der Untertitel eines vor zwei Jahren in der Süddeutschen Zeitung abgedruckten Kommentars von Arne Ulbricht zu dem überaus mittelmäßigen Zeugnis, das die „International Computer and Information Literacy Study“ (2013) den digital natives in Deutschland ausstellt. Der Lehrer und Autor mag sich der Sorge um die Ergebnisse der Studie nicht anschließen – vielmehr meint er: „Das volldigitalisierte Klassenzimmer wäre ein Horror.“ (Ulbricht 2014, S. 5) Schließlich sei der Alltag von Schüler_innen ohnehin so durchdigitalisiert, dass es im Gegenteil gut tue, „wenn der Unterricht ein smartphonefreier Raum“ (ebd.) sei. Auch dürfe etwa für die Auswahl der Lerngegenstände und...

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.