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Bildliteralität im Übergang von Literatur und Film

Eine interdisziplinäre Aufgabe und Chance kompetenzorientierter Fachdidaktik

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Henriette Hoppe, Claudia Vorst and Christian Weißenburger

Obwohl sich der Film als Gegenstand im Deutschunterricht etabliert hat, stellt sich die Frage nach Unterrichtskonzepten stetig neu. Dieser Sammelband thematisiert die permanente Veränderung der Inhalte, die im Kontext der Ausprägung von Visual Literacy zu betrachten sind, und fragt nach den Potenzialen, die neue Medien und Formate durch ihre vielfältigen Bild-Text-Bezüge bergen.

Die Beiträge beantworten diese Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven, von der Literaturdidaktik über die Filmwissenschaft bis hin zur Medienpädagogik. Der Band legt den Fokus auf die Verknüpfung von schulischer und außerschulischer Medienarbeit und diskutiert Anknüpfungsmöglichkeiten für den Deutschunterricht durch die außerschulische Medienarbeit im Kino oder an weiteren außerschulischen Lernorten sowie in anderen Fächern.

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Einleitung (Henriette Hoppe / Claudia Vorst / Christian Weißenburger)

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Henriette Hoppe, Claudia Vorst und Christian Weißenburger

Einleitung

Stehende und laufende Bilder haben neben schriftsprachlichen Texten ihren festen Platz im Deutschunterricht, ob beim Umgang mit Bilderbüchern und Kunstwerken oder bei der Filmanalyse. Dessen ungeachtet wurden stehende Bilder lange Zeit eher als (Lern-)Medium zur Entwicklung produktiver Schreibfähigkeiten denn als (Lese-)Gegenstand eigenen Stellenwertes betrachtet; der Entwicklung von Bildliteralität mit den Komponenten Bild-/ Sinnverständnis, Genuss und habitualisierter Ausdrucksfähigkeit sowie vielfältigen Bildkompetenzen (vgl. hierzu Lieber 2011, S. 2) wird erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit auch im Deutschunterricht hohe Bedeutung beigemessen (vgl. stellvertretend Publikationen von Abraham/Sowa 2012, 2016; Dehn 2007, 2014). Ähnliches gilt für die laufenden Bilder. Der Film als Medium im Literaturunterricht ist von der Deutschdidaktik in theoretischer Perspektive mittlerweile recht differenziert aufgegriffen worden (vgl. Abraham 2009; Kurwinkel/Schmerheim 2013), wiewohl das audiovisuelle Paradigma, so Frederking et al. (2012, S. 145ff.), in der Fläche noch nicht als hinreichend bearbeitet gelten kann und immer noch ein Desiderat der Unterrichtswirklichkeit darstellt.

Für stehende und für laufende Bilder stellt sich die Frage nach ihrer theoretischen Verortung einerseits wie auch zugehörigen Impulsen der fachdidaktischen Medienarbeit andererseits immer wieder neu. Verantwortlich dafür ist die permanente Veränderung der literarisch-medialen Gegenstände, die im Kontext der Ausprägung von Visual Literacy zu betrachten sind. Das wird zum Beispiel am vielfach ausdifferenzierten Medienverbund oder am postmodernen Bilderbuch mit neuartigen Bild-Text-Korrespondenzen deutlich. Dies gilt ebenso für...

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