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Exemplarisches Valenz- und Konstruktionswörterbuch deutscher Verben

Die Differenzierung und Klassifizierung der Begleiter des deutschen Verbs und ihre lexikographische Umsetzung in neuer Konzeption

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Hans-Jörg Schwenk

Mit dem Buch und dem darin vorgestellten exemplarischen Valenz- und Konstruktionswörterbuch deutscher Verben wird ein völlig neues Kapitel in der valenzorientierten Lexikographie aufgeschlagen. Die Neuerung besteht vor allem darin, dass die valenzgebundenen Begleiter des Verbs nicht mehr nur wie bisher in obligatorische und fakultative Ergänzungen gespalten, sondern erstmals die syntaktisch nicht notwendigen Aktanten ihrerseits wiederum nach den Kriterien der semantischen Impliziertheit sowie der Redundanz in optionale und fakultative Mitgaben, ohnehin nur optionale Beigaben und die ebenfalls ausschließlich durch das Merkmal der Optionalität geprägten Zugaben geschieden und hinsichtlich ihres Status entsprechend gekennzeichnet werden.

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1. Theoretische Grundlagen

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1. Theoretische Grundlagen

Das gleich im Anschluss an diesen Vorspann vorzustellende Valenz- und Konstruktionswörterbuch ausgewählter deutscher Verben fußt auf dem theoretischen Fundament, das ich in Schwenk (im Druck) erarbeitet und gelegt habe. Die im Laufe der dort durchgeführten Analyse gewonnenen Erkenntnisse, die in dem vorliegenden Band lexikographisch aufbereitet und verarbeitet werden, lassen sich stichwortartig in den folgenden vier Punkten zusammenfassen:

1. Die Grenze zwischen valenzgebundenen Ergänzungen auf der einen Seite und vom Verb losgelösten freien Angaben auf der anderen Seite lässt sich klar und unmissverständlich abstecken, nachdem der Nachweis dafür erbracht wurde, dass weder der bislang als relevant angenommene Parameter der Subklassenspezifik, der durch die Existenz weglassbarer, nicht subklassenspezifischer Lokativa [siehe die Beispiele in (1)], die dennoch nicht den Angaben, sondern den (optionalen) Ergänzungen zuzuschlagen sind, widerlegt wird, noch das Merkmal der Impliziertheit zu diesem frühen Zeitpunkt, d. h. bevor die Angaben ausgefiltert wurden, das sich vor dem Hintergrund der Tatsache, dass dann grundsätzlich alle Lokativa und alle Temporativa als Ergänzungen zu veranschlagen wären – wenn eine Handlung stattfindet, dann impliziert dies in der Regel einen Ort und einen Zeitpunkt des Geschehens – quasi selbst ad absurdum führt, als Kriterium, das zur Differenzierung der einen gegenüber den anderen heranzuziehen sind, taugen und deshalb zu verwerfen sind. An ihre Stelle tritt das Merkmal der Involviertheit, womit die Einbezogenheit des betreffenden Satzgliedes in das vom Verb denotierte Ereignis gemeint ist.

2. Nachdem...

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