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Ergänzungen und Angaben und sonst nichts? Die syntaktische Umgebung des deutschen Verbs und ihre Gliederung

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Hans-Jörg Schwenk

Das Buch lässt die Problematik der Gliederung des syntaktischen Umfelds des deutschen Verbs in einem völlig neuen Licht erscheinen. Der Autor weist nach, dass das bislang im Bereich der Differenzierung und Klassifizierung der Begleiter des Verbs angenommene Gerüst, das sich auf die Dichotomie bestehend aus Ergänzungen und Angaben stützt, nicht trägt. Dieses Gerüst ist daher aufzugeben und durch ein quaternäres System, das sich in die Bestandteile der Mitgaben, Beigaben, Zugaben und Angaben verzweigt, zu ersetzen. Der Autor zeigt darüber hinaus, wie sich das dort erarbeitete und neu erstellte theoretische Konzept lexikographisch aufbereiten und im Rahmen eines Valenz- und Konstruktionswörterbuchs verwerten lässt.

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6. Resümee und Ausblick

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6. Resümee und Ausblick

Bevor ich die vorliegende Arbeit endgültig zum Abschluss bringe, sei zuvor noch einmal ein kurzer Überblick über die in ihr enthaltenen Kernthesen gegeben. Die im Laufe der zurückliegenden Ausführungen gewonnenen Erkenntnisse lassen sich in den folgenden Punkten zusammenfassen:

1. Die Grenze zwischen valenzgebundenen Ergänzungen und vom Verb losgelösten freien Angaben wurde nun klar und unmissverständlich abgesteckt, wobei der Nachweis dafür erbracht wurde, dass weder der Parameter der Subklassenspezifik, der durch die Existenz weglassbarer, nicht subklassenspezifischer Lokativa, die dennoch nicht den Angaben, sondern den (optionalen) Ergänzungen zuzuschlagen sind, widerlegt wird, noch das Merkmal der Impliziertheit zu diesem frühen Zeitpunkt, d. h. bevor die Angaben ausgefiltert wurden, das sich vor dem Hintergrund der Tatsache, dass dann grundsätzlich alle Lokativa und alle Temporativa als Ergänzungen zu veranschlagen wären – wenn eine Handlung stattfindet, dann impliziert dies in der Regel einen Ort und einen Zeitpunkt des Geschehens – quasi selbst ad absurdum führt, als Kriterium, das zur Differenzierung der einen gegenüber den anderen heranzuziehen sind, taugen und deshalb zu verwerfen sind. An ihre Stelle tritt das Merkmal der Involviertheit, womit die Einbezogenheit des betreffenden Satzgliedes in das vom Verb denotierte Ereignis gemeint ist.

2. Nachdem somit einerseits die obligatorischen Ergänzungen, bei denen die syntaktische Notwendigkeit mittels Unvereinbarkeitsproben mit dem „und zwar-Anschluss“ zu prüfen und entsprechend abzusichern ist, und innerhalb der weglassbaren Satzglieder andererseits die Angaben durch Feststellung ihrer Losgel...

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