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Sezession im Völkerrecht – Faktisches Phänomen oder reale Utopie

Die Geschichte eines Prinzips im Lichte eines unglücklichen Präzedenzfalls

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Anna Fischer

Das Selbstbestimmungsrecht der Völker ist eines der komplexesten, ambivalentesten und zugleich erfolgreichsten rechtlich-politischen Konzepte. Dieses Buch wirft einen Blick zurück auf das 20. Jahrhundert – dabei erscheint dieses als Jahrhundert der Selbstbestimmung und seine zweite Hälfte als Zeitalter der Sezession. Im Zentrum der Analyse steht der Fall Kosovo, der bis heute Gegenstand kontroversieller völkerrechtlicher und politischer Debatten ist. Das Buch geht der Frage nach, wie sich das Prinzip der Selbstbestimmung im Sinne einer «konkreten Utopie» weiterentwickeln könnte. Gerade durch seine Humanisierung in den letzten Jahrzehnten appelliert das Völkerrecht an das Gewissen der Staatengemeinschaft und fungiert dabei als Katalysator bei der Realisierung des Fernziels einer gerechten Weltordnung, welche die Menschenrechte und das Recht auf Selbstbestimmung gewährleistet.

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3. Sezession – von der konkreten Utopie zum faktischen Phänomen?

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3.  Sezession – von der konkreten Utopie zum faktischen Phänomen?390

“Future historians may call our era ‘the age of secession‘. It may become ‘the age of wars of secession‘. Even for those who view the modern nation-state as a necessary evil at best, the prospect that the state system may be shattered provokes deep anxieties.”391

“[P]erhaps no other question of political philosophy, or international law, pregnant with such unutterable calamities, has ever been so partially and superficially examined as the right of secession.”392

3.1  Sezession im post-kolonialen Kontext

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