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Nachhaltigkeit und Germanistik. Fokus, Kontrast und Konzept

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Edited By Jin Zhao and Michael Szurawitzki

Dieser Band dokumentiert das an der Tongji-Universität Shanghai veranstaltete Humboldt-Kolleg «Nachhaltigkeit und Germanistik: Fokus, Kontrast und Konzept», das anlässlich des 30-jährigen Bestehens der Deutschen Fakultät veranstaltet wurde. Die Beiträge diskutieren aktuelle Tendenzen der internationalen Germanistik und betrachten Linguistik, Fremdsprachendidaktik und Literaturwissenschaft vor allem im Hinblick auf die kulturellen Interaktionen zwischen China und Deutschland.

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Wilhelm von Humboldt und Ludwig Wittgenstein. Zwei deutschsprachige Denker und ihr Einfluss auf die Linguistik der Gegenwart (Armin Burkhardt)

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Armin Burkhardt (Magdeburg)

Wilhelm von Humboldt und Ludwig Wittgenstein. Zwei deutschsprachige Denker und ihr Einfluss auf die Linguistik der Gegenwart

Abstract: Humboldt and Wittgenstein have an enormous impact on the theory of language until today: Humboldt through his insight into the dialogical character of human communication and cognition, his “energetic” conception of language and his thesis of the linguistic relativity of human thought and perception, (the late) Wittgenstein through founding language and knowledge on normal communication in everyday “language games”, his definition of meaning in non-ontological terms, his insight into the “blurred borders” of the meanings of words in general and proper names in particular and through his discussion of the specific relation between pain expression and pain behaviour.

1. Einleitung

Wilhelm von Humboldt, ein preußischer Adliger, und mehr als 100 Jahre später Ludwig Wittgenstein, Spross einer reichen österreichischen Industriellenfamilie, haben die Sprachtheorie und in deren Gefolge auch die Sprachwissenschaft nachhaltig beeinflusst und in mancher Hinsicht sogar auf je eigene Weise revolutioniert: Humboldt v. a. durch seine Einsicht in die sozial- und erkenntniskonstitutive Funktion des Dialogs und des für diesen charakteristischen Wechselverhältnisses von Ich und Du, durch seine „energetische“ Sprachkonzeption und durch seine These von der (Einzel-)sprachabhängigkeit des Denkens bzw. der Weltwahrnehmung, (der späte) Wittgenstein durch seine Verankerung von Sprache und Denken, Meinen und Verstehen sowie Wissen und Gewissheit in der normalen Kommunikation, d. h. in den alltäglichen „Sprachspielen“ innerhalb von „Lebensformen“, durch die...

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