Show Less
Restricted access

Transiträume und transitorische Begegnungen in Literatur, Theater und Film

Series:

E.W.B. Hess-Lüttich, Sabine Egger and Withold Bonner

In Literatur und Medien sind Bahnhöfe, Flughäfen, Häfen, Parkplätze (und die damit assoziierten Verkehrsmittel) allgegenwärtig. Das gilt auch für Flüchtlingslager und deren Umgebungen. Angesichts transnationaler Mobilität als Alltagserfahrung sind «Transiträume» (Foucault), «Räume» (de Certeau), «Nicht-Orte» (Augé) und «liminale» Räume (Turner) im «Grenzbereich» (Lotman) zu einem unübersehbaren Topos geworden. In der Sprach-, Literatur- und Kulturtheorie trägt das Konzept des «spatial turn» dieser Entwicklung Rechnung. Transitorische Begegnungen in Grenzbereichen sind zugleich eine Herausforderung für das offene Konzept der Interkulturalität. Dies diskutiert der vorliegende Band anhand von Fragen wie diese: Was für Begegnungen finden in Transiträumen statt? Stellen derartige Begegnungen bestehende Identitätskonzepte in Frage? Kann ein Transitraum einen Rahmen für Transdifferenz oder Hybridität bilden? Wie beeinflusst die Bewegung in verschiedenen Transportmitteln sinnliche und kulturelle Perspektiven? Wie unterscheiden sich Räume in verschiedenen Gattungen, Medien oder Künsten? Wie stehen sie miteinander in Bezug? Experten interkultureller Germanistik aus aller Welt antworten darauf in ihren Beiträgen aus literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Sicht.

Show Summary Details
Restricted access

Begegnungen in Transiträumen / Transitorische Begegnungen: Bericht über das GiG-Colloquium Ende Mai 2014 in Limerick, Irland (Ernest W.B. Hess-Lüttich)

Extract

Ernest W.B. Hess-Lüttich

Begegnungen in Transiträumen / Transitorische Begegnungen

Bericht über das GiG-Colloquium Ende Mai 2014 in Limerick, Irland1

1 Das Thema

Irland im kalten, dunklen, regennassen November: das trübe, gaben die Organisatoren in Limerick zu bedenken, aus rein meteorologischen Gründen vorhersehbar die Stimmung ein. Das sei einer Tagung möglicherweise nicht zuträglich. Man solle sich doch lieber im Wonnemonat Mai versammeln, da seien alle sicher bester Laune. Das hat mir sofort eingeleuchtet. Die ursprünglich für Ende 2014 geplante Konferenz der Gesellschaft für interkulturelle Germanistik (GiG) wurde vorverlegt und fand im Mary Immaculate College der University of Limerick in Verbindung mit dem Irish Centre for Transnational Studies, dem Centre for Irish-German Studies und dem Department for German Studies vom 29. Mai bis zum 1. Juni 2014 statt. Womit der Termin zum Jahresende wieder frei wurde für eine weitere, ebenfalls aus lokalen Gründen (dem 2014 begangenen Centenniums-Jubiläum der Germanistik in Indien) von 2015 auf den Dezember 2014 vorverlegte Tagung im tropischen Mumbai.

You are not authenticated to view the full text of this chapter or article.

This site requires a subscription or purchase to access the full text of books or journals.

Do you have any questions? Contact us.

Or login to access all content.