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Transiträume und transitorische Begegnungen in Literatur, Theater und Film

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Edited By E.W.B. Hess-Lüttich, Sabine Egger and Withold Bonner

In Literatur und Medien sind Bahnhöfe, Flughäfen, Häfen, Parkplätze (und die damit assoziierten Verkehrsmittel) allgegenwärtig. Das gilt auch für Flüchtlingslager und deren Umgebungen. Angesichts transnationaler Mobilität als Alltagserfahrung sind «Transiträume» (Foucault), «Räume» (de Certeau), «Nicht-Orte» (Augé) und «liminale» Räume (Turner) im «Grenzbereich» (Lotman) zu einem unübersehbaren Topos geworden. In der Sprach-, Literatur- und Kulturtheorie trägt das Konzept des «spatial turn» dieser Entwicklung Rechnung. Transitorische Begegnungen in Grenzbereichen sind zugleich eine Herausforderung für das offene Konzept der Interkulturalität. Dies diskutiert der vorliegende Band anhand von Fragen wie diese: Was für Begegnungen finden in Transiträumen statt? Stellen derartige Begegnungen bestehende Identitätskonzepte in Frage? Kann ein Transitraum einen Rahmen für Transdifferenz oder Hybridität bilden? Wie beeinflusst die Bewegung in verschiedenen Transportmitteln sinnliche und kulturelle Perspektiven? Wie unterscheiden sich Räume in verschiedenen Gattungen, Medien oder Künsten? Wie stehen sie miteinander in Bezug? Experten interkultureller Germanistik aus aller Welt antworten darauf in ihren Beiträgen aus literatur-, kultur- und medienwissenschaftlicher Sicht.

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Grenze und Meer als transitorische Raummetaphern in Yoko Tawadas jüngster Prosa (Marja-Leena Hakkarainen)

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Marja-Leena Hakkarainen (Turku)

Grenze und Meer als transitorische Raummetaphern in Yoko Tawadas jüngster Prosa

Abstract: The article explores the role of the space metaphors border and sea in Yoko Tawada’s narratives Sprachpolizei und Spielpolyglotte (2007), Schwager in Bordeaux (2011) and Etüden im Schnee (2014). Drawing on the concept of the Third Space developed by Homi K. Bhabha and Edward Soja, I argue that the geographical and cultural border crossings in Tawada’s fiction enable a transit to a new space of articulation. It is my aim to show that the Third Space opens new avenues to perceive the world but it may also prove to be a space of grief and lament. Furthermore I argue that Tawada’s narratives do not only scatter dichotomies, but so doing also reveal the emergence of a new kind of writing which blurs the boundaries between life and death, human and animal, fiction and reality.

1 Transit zum Dritten Raum

Der Pazifik ist mein Wasser, denn ich bin an ihm geboren, aber ich muss dort nicht bleiben, denn auch das Wasser bleibt nicht dort, wo es jetzt ist. Es fließt in ein anderes Wasser hinein (Tawada 2007: 21).

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