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Einflussfaktoren der Weiterbildungsbereitschaft von Projektkernteams in der Schienenfahrzeugindustrie

Melanie Jendretzki

Die Schienenfahrzeugindustrie steht vor der Herausforderung, die künftige Entwicklung ihres Personals zu gestalten. Eine Maßnahme, um Mitarbeiter zu qualifizieren, ist eine betriebliche Weiterbildung. Die Autorin untersucht Einflussfaktoren auf die betriebliche Weiterbildungsbereitschaft des Projektkernteams. Als Grundlage für die empirische Studie eines Schienenfahrzeugherstellers dienen verschiedene theoretische Ansätze. Die Studie zeigt auf, dass externe Kontextfaktoren und institutionelle Rahmenbedingungen im Umfeld der Schienenfahrzeugindustrie permanenten Veränderungen unterliegen. Diese werden beispielsweise durch die steigende technische Komplexität der Fahrzeuge hervorgerufen. Die betriebliche Weiterbildungsbereitschaft der Mitarbeiter steht in Abhängigkeit zu dem Verhalten des Vorgesetzten, beispielsweise im Umgang mit auftretenden Schwierigkeiten.

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Kapitel 7 Qualitative Zusatzerhebung zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der Motivation und der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen

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Kapitel 7Qualitative Zusatzerhebung zur Untersuchung der Zusammenhänge zwischen der Motivation und der Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen

Ein zentrales Thema der vorliegenden Arbeit ist die Ermittlung der Zusammenhänge zwischen der Motivation und der Teilnahme der Mitarbeiter an Weiterbildungsmaßnahmen (vgl. Kapitel 4). Mithilfe der ersten Phase des Rubikon-Modells und der anschließenden Intentionsbildung sollte untersucht werden, worauf die Mitarbeitermotivation zur Teilnahme an Weiterbildungsmaßnahmen begründet ist. In der ersten Phase des Rubikon-Modells befasst sich der Mitarbeiter mit dem Abwägen von Wünschen.122 Hat der Mitarbeiter das Abwägen beendet, trifft er eine Entscheidung.

In der prädezisionalen Motivationsphase des Rubikon-Modells muss der Mitarbeiter die Realisierbarkeit seiner Wünsche abwägen (Achtziger & Gollwitzer, 2010, S. 310 f.). In dieser Phase werden auch die jeweiligen möglichen Konsequenzen für die Entscheidungen beurteilt (Becker, 2009, S. 282). Bevor sich die Mitarbeiter zur Teilnahme an einer Weiterbildungsmaßnahme entscheiden, wägen sie i. d. R. die Konsequenzen ab (vgl. Unterkapitel 4.3). Schiersmann (2007, S. 170 f.) nennt als Weiterbildungsbarrieren von Mitarbeitern mangelnde Zeit/persönliche Belastungen, den fehlenden Nutzen sowie fehlende Weiterbildungsangebote.123 Positiv hingegen wirken sich auf die Teilnahmebereitschaft anwendungsorientierte Weiterbildungsinhalte oder die Verfolgung eigener Ziele aus (Milbach, 1991, S. 351; 346).←241 | 242→

7.1 Zielsetzung der qualitativen Zusatzerhebung

Ziel der vorliegenden qualitativen, leitfadengestützten Datenerhebung ist die Ermittlung von Weiterbildungsbarrieren bzw. Anreizen, die die Weiterbildungsteilnahme der Mitarbeiter beeinflussen. Darüber prüft die Autorin, ob das Weiterbildungsangebot des Unternehmens einen Einflussfaktor...

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