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Berufliche Beratung Älterer

Edited By Bernd-Joachim Ertelt and Michael Scharpf

Die Bedeutung beruflicher Beratung Älterer wird aus individueller, arbeitsmarktbezogener und gesellschaftlicher Sicht gegenwärtig in allen einschlägigen nationalen und internationalen Dokumenten betont. Allerdings fehlt bislang eine systematische, wissenschaftsbasierte und praxisrelevante Auseinandersetzung mit den sich daraus ergebenden Anforderungen für Beratungsfachkräfte und Institutionen. Dieser Band beinhaltet 14 Artikel aus dem In- und Ausland zur beruflichen Beratung Älterer und weist Facetten des aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstandes auf. Die Beiträge zur angewandten Beratungsforschung, Qualifizierung der Beratungsfachkräfte und zu guten Praxisbeispielen ermöglichen eine Betrachtung der Thematik aus verschiedenen Perspektiven.

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I Gesellschaftliche, arbeitsmarktliche und individuelle Bedeutung der beruflichen Beratung Älterer

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Heinrich Alt Alternde Gesellschaft und Arbeitsmarkt in Deutschland Abstract: The requirements for the future world of work have to be met by a smaller and older working population. Various measures will be put forth with regard to HRM, health promotion, further training, and integration management. However, their success depends foremost on the basic conditions for the promotion of employment and economic growth. 1. Einleitung Die im Thema angesprochenen Aspekte gewannen in der politischen Diskussion der letzten 10 Jahre zunehmend an Bedeutung. In unserem Beitrag möchten wir dies anhand exemplarischer Quellen nachzeichnen und daran eine Richtungs- bestimmung vornehmen. Denn die Bemühungen um eine spezifische berufliche Beratung für Ältere werden nur dann Erfolg haben, wenn sie die vornehmlich sozial- und wirtschaftspolitischen Entwicklungsbedingungen berücksichtigen. Im Jahre 2010 feierten in Deutschland 1,3 Mio. Menschen ihren 50. Geburts- tag. 1960 verzeichneten wir den stärksten Geburtsjahrgang der Bundesrepublik. 2015 lag die Zahl der Lebendgeborenen nur noch bei knapp 740.000. Waren 1960 lediglich 17,4 % der Bevölkerung älter als 60 Jahre, werden es 2030 34,6 % sein. Eine fast dramatische Veränderung im Bevölkerungsaufbau. Bereits 2006 wies der damalige Bundesminister für Arbeit und Soziales, Franz Müntefering, unter Bezug auf die Äußerung von Willy Brandt „Jugend ist ein Argument, das mit jedem Tag an Wert verliert“, rhetorisch darauf hin, dass dieser mit seiner Karriere jenseits der 50 (Parteivorsitzender mit 51, Außenminister mit 53 und Bundeskanzler mit 56 Jahren) in 50 % der deutschen Unternehmen...

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