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Berufliche Beratung Älterer

Bernd-Joachim Ertelt and Michael Scharpf

Die Bedeutung beruflicher Beratung Älterer wird aus individueller, arbeitsmarktbezogener und gesellschaftlicher Sicht gegenwärtig in allen einschlägigen nationalen und internationalen Dokumenten betont. Allerdings fehlt bislang eine systematische, wissenschaftsbasierte und praxisrelevante Auseinandersetzung mit den sich daraus ergebenden Anforderungen für Beratungsfachkräfte und Institutionen. Dieser Band beinhaltet 14 Artikel aus dem In- und Ausland zur beruflichen Beratung Älterer und weist Facetten des aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstandes auf. Die Beiträge zur angewandten Beratungsforschung, Qualifizierung der Beratungsfachkräfte und zu guten Praxisbeispielen ermöglichen eine Betrachtung der Thematik aus verschiedenen Perspektiven.

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Rahmenbedingungen einer beruflichen Beratung für das Dritte Alter (Caroline Tittel)

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Caroline Tittel

Rahmenbedingungen einer beruflichen Beratung für das Dritte Alter

Abstract: Career guidance for the Third Age needs to be conceptualised and improved. On that account, a survey was conducted, revealing the target group’s day-to-day life, desires, and challenges. Moreover, concepts of career counselling and another survey investigating counselling needs, interests, and skills of elderly people are reviewed.

1. Einleitung und Problemaufriss der Beratung Älterer

Die Personengruppe des Dritten Alters gewinnt angesichts aktueller Entwicklungen immer mehr an Bedeutung. Mit sinkenden Geburtenzahlen und einer höheren Lebenserwartung steht die Gesellschaft einem Altersstrukturwandel gegenüber. Das Erwerbspersonenpotenzial sinkt, der Anteil von Menschen im Rentenalter steigt (vgl. Statistisches Bundesamt, 2015). Diese demografische Entwicklung geht einher mit einer Veränderung der Werte, Normen und Einstellungen der Generationen, die auch massive Veränderungen im dritten Lebensalter mit sich bringen. Der von Pohlmann (2013, S. 17) beschriebene „soziale Strukturwandel“ erläutert einen Wandel des Verständnisses vom Altern. Viele Ältere sehen ihren Zustand nicht mehr als festgeschriebene Größe, sondern als Variable, wodurch der Alterungsprozess dem Individuum zur Gestaltung freisteht. Der Ruhestand wird zum „Unruhestand“ (vgl. Höpflinger, 2012, S. 2 f.). Um den Bedürfnissen der Personengruppe gerecht zu werden, bedarf es ihrer stärkeren Betrachtung und Beachtung. Gerade im Hinblick auf die Möglichkeiten der Lebensgestaltung Älterer erhebt sich die Frage, wie dies zu erreichen ist. So wird in der EU-Wachstumsstrategie „Europa 2020“ die Gewährleistung eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums sowie eine Besch...

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