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Berufliche Beratung Älterer

Bernd-Joachim Ertelt and Michael Scharpf

Die Bedeutung beruflicher Beratung Älterer wird aus individueller, arbeitsmarktbezogener und gesellschaftlicher Sicht gegenwärtig in allen einschlägigen nationalen und internationalen Dokumenten betont. Allerdings fehlt bislang eine systematische, wissenschaftsbasierte und praxisrelevante Auseinandersetzung mit den sich daraus ergebenden Anforderungen für Beratungsfachkräfte und Institutionen. Dieser Band beinhaltet 14 Artikel aus dem In- und Ausland zur beruflichen Beratung Älterer und weist Facetten des aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstandes auf. Die Beiträge zur angewandten Beratungsforschung, Qualifizierung der Beratungsfachkräfte und zu guten Praxisbeispielen ermöglichen eine Betrachtung der Thematik aus verschiedenen Perspektiven.

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Innovative Beratung der Personen 55+: Ansätze zur Entwicklung eines Trainingscurriculums für Beratungsfachkräfte in der Metropolregion Rhein-Neckar (Annika Imsande / Thorsten Walther)

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Annika Imsande und Thorsten Walther

Innovative Beratung der Personen 55+: Ansätze zur Entwicklung eines Trainingscurriculums für Beratungsfachkräfte in der Metropolregion Rhein-Neckar

Abstract: What are the special challenges in counselling elderly people? What should be trained according to counsellors? This chapter shows the results of an analysis of counsellors’ needs conducted by the project “INBeratung“ and dissect relevant (counselling) theories concerning the needs of senior citizens.

1. Einleitung

Die Rolle Älterer hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Während diese Gruppe unter ökonomischem Gesichtspunkt nicht selten als Belastung gesehen wurde, charakterisiert durch mangelnde Fähigkeit, Neues zu lernen, haben die Forschung zum lebenslangen Lernen und der demographische Wandel in den letzten Jahren zu einem Umdenken geführt. Zunehmend wird versucht, ältere Personen weiter im Arbeitsmarkt zu halten bzw. zu integrieren. Dabei liegt Deutschland mit 77 Prozent Erwerbstätigkeit von Personen 55+ im europäischen Vergleich auf dem zweiten Platz hinter Schweden (Eurostat, 2015). Dennoch ist es auch weiterhin besonders schwierig für Ältere, die einmal arbeitslos sind, wieder in den Arbeitsmarkt zu finden (Bundesagentur für Arbeit, 2015). Dies gilt es in Zukunft zu verbessern. Daher darf man sich bei der Diskussion zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe nicht nur auf jene konzentrieren, die erwerbstätig sind. Auch Personen im Übergang oder Ruhestand befinden sich keinesfalls im beruflichen „Stillstand“ und sollten eine angemessene Beratung erfahren.

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