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Berufliche Beratung Älterer

Bernd-Joachim Ertelt and Michael Scharpf

Die Bedeutung beruflicher Beratung Älterer wird aus individueller, arbeitsmarktbezogener und gesellschaftlicher Sicht gegenwärtig in allen einschlägigen nationalen und internationalen Dokumenten betont. Allerdings fehlt bislang eine systematische, wissenschaftsbasierte und praxisrelevante Auseinandersetzung mit den sich daraus ergebenden Anforderungen für Beratungsfachkräfte und Institutionen. Dieser Band beinhaltet 14 Artikel aus dem In- und Ausland zur beruflichen Beratung Älterer und weist Facetten des aktuellen Forschungs- und Entwicklungsstandes auf. Die Beiträge zur angewandten Beratungsforschung, Qualifizierung der Beratungsfachkräfte und zu guten Praxisbeispielen ermöglichen eine Betrachtung der Thematik aus verschiedenen Perspektiven.

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Das Gasthörer- und Seniorenstudium an der Universität Mannheim Entwicklungen und Perspektiven (Doris Lechner)

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Doris Lechner

Das Gasthörer- und Seniorenstudium an der Universität MannheimEntwicklungen und Perspektiven

Abstract: Many universities offer courses for guest students and senior citizens. What is the origin of these courses? Who takes part in which programmes, and why? Lastly, the chapter illustrates how regular and senior students reciprocally enrich each other and make this offer a valuable experience for both old and young.

Als im Wintersemester 1983/1984 zum ersten Mal ein kommentierter Studienführer für Senioren aufgelegt wurde, etablierte die Universität Mannheim damit auch formal eine lange Tradition. Bereits zuvor war es interessierten Bürgern möglich gewesen, an Vorlesungen der Universität teilzunehmen. Doch nun wollte man bewusst einem übergreifenden Personenkreis die Möglichkeit des Seniorenstudiums nahebringen. Mit einem auszugsweisen Vorlesungsprogramm aus dem regulären Lehrangebot sollten sich Menschen aus dem Raum Mannheim und der weiteren Umgebung aus den verschiedensten Berufen und mit unterschiedlichen Lebenshintergründen angesprochen fühlen. Die Teilnahme sollte nicht an bestimmte Voraussetzungen von schulischer oder beruflicher Bildung gebunden sein. Ausdrücklich erwartet wurde allerdings, dass die teilnehmenden Senioren „Aufgeschlossenheit und Zeit“ mitbringen – Aufgeschlossenheit gegenüber neuen Themen und Denkweisen, aber auch gegenüber den jungen Menschen, die an der Universität ihr Studium verfolgen, und Zeit, sich mit dem Lehrstoff auseinanderzusetzen.

Zu Beginn der 80er Jahre wurde die akademische Weiterbildung älterer Menschen erst allmählich an den deutschen Universitäten als Thema wahrgenommen. Nachdem die sogenannte „Altenbildung“, die allerdings noch von einem eher...

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