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DaF-Übungsgrammatiken zwischen Sprachwissenschaft und Didaktik

Perspektiven auf die semanto-pragmatische Dimension der Grammatik

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Daniela Puato and Claudio Di Meola

DaF-Übungsgrammatiken sind ein wesentlicher Bestandteil der Unterrichtspraxis, haben jedoch in der Forschung relativ wenig Beachtung gefunden. Die Studie untersucht 24 international ausgerichtete Übungsgrammatiken für Anfänger und Fortgeschrittene auf ihre wissenschaftliche und didaktische Adäquatheit. Die Autoren diskutieren hierbei zwölf grammatische Phänomene aus den Bereichen Morphosyntax und Textaufbau unter semanto-pragmatischen Aspekten. Sie analysieren unter anderem Genus, Tempus, Modus, Diathese, Wortbildung, Wortstellung und Satzverknüpfung. Das Buch ist forschungsorientiert, versteht sich aber auch als didaktische Anregung für Lehrende und Lernende.

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D. Ausblick (Daniela Puato)

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D. Ausblick

(Daniela Puato)

Abstract: In didactic grammars (and more generally in foreign language teaching) semantic and pragmatic aspects of grammatical constructions should receive more attention. Three desiderata seem to be most important: the explanations should be scientifically adequate, take into account the target group and promote a thorough metalinguistic understanding of grammar.

Als Ausblick können wir uns fragen, welche Desiderata sich aus unserer Untersuchung für die Ausarbeitung von ÜGs bzw. für den Grammatikunterricht allgemein ergeben können. Drei Aspekte seien hier hervorgehoben: die wissenschaftliche Fundiertheit der Darstellung, die Zielgruppenorientiertheit der Vermittlung sowie die Förderung eines adäquaten Grammatikverständnisses bei den Lernenden.

1) Wissenschaftliche Fundiertheit. Ein wichtiges Desiderat für ÜGs ist deren wissenschaftliche Fundiertheit, d.h. die gelieferten Regeln und Erklärungen sollten der Sprachrealität gerecht werden. Bei der Ausarbeitung einer ÜG sollte der Forschungstand zum jeweils behandelten Thema den AutorInnen präsent sein. Dies ist eine grundlegende Voraussetzung für jede erfolgreiche Didaktisierung. Nur wenn alle wesentlichen Aspekte des Themas bekannt sind, können didaktische Überlegungen ansetzen – erst dann lässt sich nämlich entscheiden, was weggelassen bzw. vereinfacht werden kann oder wie eine sinnvolle Progression auszusehen hat.

Eine umfassende wissenschaftliche Beschäftigung mit der Grammatik hat außerdem den Vorteil, den Blick auch auf solche Phänomene zu lenken, die jenseits der üblichen „Dauerbrenner“ (Genus, Wechselpräpositionen u.ä.) von potenzieller didaktischer Relevanz sind (man denke nur an die verschiedenen...

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