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Gedächtnis und Identität zwischen «différance» und narrativer Konstruktion in den Romanen Helder Macedos

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Isabel Francisco

Das Buch untersucht Helder Macedos Prosawerk und dessen Beitrag zur Aufarbeitung von Diktatur und Kolonialgeschichte sowie der Positionierung Portugals innerhalb Europas. Die Autorin führt als theoretisches Gerüst für die Textanalyse Jacques Derridas «différance» mit ihrer Bedeutung für Subjekte und ihre Identitäten mit dem Konzept der narrativen Identität Paul Ricœurs zusammen. Renate Lachmanns Ausführungen zum Textgedächtnis fungieren als Verbindungsglied der vermeintlich nicht zu vereinbarenden poststrukturalistischen und phänomenologisch-hermeneutischen Richtungen. Die Autorin zeigt, wie die Romane Inhalte des kulturellen Gedächtnisses transformieren und Gegenentwürfe zur kollektiven Identität formulieren.

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4. Die wechselseitige Bedingtheit personaler Identitäten

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4.  Die wechselseitige Bedingtheit personaler Identitäten

4.1  Identitätskonstitution und Referentialität

Der einleitende Teil der Textanalyse soll die im Theorieteil dargelegten Prämissen zur Identitätskonstruktion mit ihren Verbindungen aus Referentialität, différance, Narration und Gedächtnis strukturell anhand ausgewählter Figuren aufzeigen. Dabei sind thematische Überschneidungen mit den folgenden Kapiteln unvermeidlich, da die Konstitution sich nicht von der inhaltlichen Ausgestaltung der Figuren trennen lässt. Diese reduzieren sich in den folgenden Ausführungen jedoch darauf, die Identitätsbildung zu erläutern, und finden sich mit Hinweisen auf die entsprechenden Abschnitte in diesen weiter ausgeführt.

4.1.1  Die Gedächtnismetapher der anwesenden Abwesenheit

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